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Neubauer Scalpel


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5 Antworten in diesem Thema

#1 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

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Geschrieben 22 Mai 2004 - 03:25

Cogito

Vorabtest Scalpel OX

Holz Konterspin 5
VH Tagora 1,5mm zart frisch
RH Scalpel rot OX

Spielstärke: 1.KK oben / deutlich positiv

Warum nur ein Vorabtest ? Weil ich keine andere Gelegenheit hatte, als mich mit dem Belag gleich in den Ernst des Lebens (Turnier in Hochheim, Herren E) zu stürzen. Dadurch waren systematisch erarbeitete Eindrücke rar (ausschließlich vom Einspielen mit meinem Partner) und es überwiegen die typischen Eindrücke vom Turnierspiel. Also bitte Alles mit ein wenig Skepsis betrachten.

Der Belag ist knüppelhart, sogar noch härter als ein harter Superblock. Das ergibt aber kein unangenehmes Anschlaggefühl wie z.B. früher mit dem Piranja II. Das Gefühl geht in Richtung "extrem präzise" und "bissig". Der Belag kann seine Verwandtschaft mit den beiden anderen neuen Neubauer LN - Superblock und Wall - nicht leugnen: es handelt sich um weitere Variante; das Spielgefühl ist grundsätzlich gleich.

Was ist jetzt anders als beim Superblock (+ besser, 0 neutral, - schlechter) ?

+ erhöhtes Tempo. Das erleichtert es, den Gegner unter Druck zu setzen.

+ etwas flachere Absprungkurve (s.obige Schilderungen)

+ stark verbesserte Stoppblocks auf Topspin . Das war für mich die Überraschung schlechthin: auf Anhieb kamen die kürzer* und mit noch mehr Effetumkehr*. Ich fand sie zudem leichter* zu spielen als mit dem Superblock - einfach herrlich

+ stark verbesserte Angriffsoptionen. So kann man mit dem Belag relativ leicht überrissene Noppenbälle spielen. Das ging sehr gut auf flache Bälle mit mäßig US oder leere Bälle. Der Ball kommt sehr schnell, flach und schnell weiterfallend. Sehr oft wird er dann vom Gegner ins Netz gespielt. Auch kann man sehr leicht harte Konterbälle oder Schüsse loslassen. Leider stellen die den Gegner aber kaum vor Probleme: sie kamen samt und sonders zurück. Anscheinend spielen sie sich für den Gegner wie Schüsschen von einem mittellangsamen, effetarmen NI-Belag. Das war z.B. beim Fakir, Piranja und Superblock anders. Da sind (vor allem bei den ersten beiden Belägen) diese Bälle schwieriger zu spielen, stellen aber an sich den Gegner vor Probleme, da diese darauf meist Fehler machen - trotz des geringen Tempos der Schüsse bzw. Konter. Mit dem Scalpel wird man Punkte hier ausschließlich über die Platzierung machen müssen.

+ Spiel gegen gegnerische LN geht hervorragend. Mein Trainingspartner spielte zuvor Neubauer Spezial und C7. Mit dem Fakir und dem Superblock konnte ich fast alle Duelle LN RH gegen LN RH gewinnen. Er sattelte dann auf Feint Long II mit 0,5mm SChwamm um => von da an gewann er fast alle diese Duelle. Heute hatte er gegen den Scalpel kaum ein Bein auf die Erde bekommen. Ich vermute mal, der Belag hat etwas von einem Noppenkiller an sich. Das erste Aufeinandertreffen zweier Scalpels dürfte dann sehr interessant werden.

0 lange US Abwehr zeigte genausowenig US wie beim Superblock. Es fiel mir allerdings auf, daß dies stark mit dem Schlag variierte. Der Mangel an US trat immer bei schüchterner Hackbewegung und beim langsamen Einwickeln des Balles auf. Wenn es mir gelang, brutal und schnell von oben nach unten zu Hacken bzw. Einzuwickeln, dann war gut was drin. Das war aber aufgrund der Kombination OX+höheres Grundtempo des Belages eine Balance auf dem Messerrücken: meist habe ich sie bei bewußtem Brutalhack hinter den Tisch gesetzt. Ich vermute hier aber noch erhebliches Potential bei dem Belag. Immerhin war das der erste Einsatz und mit Training sollte das noch erheblich sicherer werden.

- Flattereffekt: gleich Null. Noch weniger als beim Superblock. Da war ich doch sehr enttäuscht. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Belag diesbezüglich noch "erweichen" läßt. Die Frage ist dabei allerdings: wie verändern sich dann die anderen Eigenschaften ?

Fazit:
Ein weiterer hochinteressanter LN Belag aus dem Hause Neubauer, der bei richtiger Handhabung extrem aggressiv und giftig wirkt - und das bei sehr guter Kontrolle und hoher Sicherheit. Diese Handhabung wird man sich aber erarbeiten müssen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die kommenden Wochen.

* Korrektur: nach längerem Spielen des Belages erwies sich dieser Eindruck als falsch. Der Scalpel erzeugt weniger Spinumkehr, es ist schwieriger, die Bälle kurz zu halten. Stoppblocks sind nicht leichter aber immerhin genauso leicht zu spielen.

#2 Cogito

Cogito

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Geschrieben 24 Mai 2004 - 09:48

hanifah3

Hölzer Neubauer Spezial / Primorac Off

Spielstärke Oberliga




Als ich mir den Scalpel das erste Mal ansah, war ich eigentlich entäuscht.
Das ist ja wohl die härteste und toteste Noppe, die ich in den Händen hielt.
Bei den ersten Ballwechseln änderte sich mein Gesichtsausdruck in " Was ist das
denn, Interressant !"
Auf dem SuperSpezial von Dr.Neubauer lief gegen harte Topspins überhaupt nichts. War irgendwie nicht zu kontrollieren. Also, nach 10 Min runter und auf
ein Primarac off-. Schon viel besser.
Trotzdem wird es wohl noch einige Trainingseineiten brauchen, bevor ich diesen Belag verstehe und beurteilen kann.
Fakt ist, er ist extrem hart und glatt. Die Bälles springen beim Druck u. Stechschupf extrem flach ab. Ich habe es noch nie erlebt, daß ich von den ersten 20 druckvoll geschupften Bällen, 15 ins tiefste Netz versenkt habe.
Während es mit den Fakir relativ einfach ist, Bälle zu kontern oder anzugreifen,
so ist das mit dem Scalpel erstmal sehr, sehr schwer. Wenn er dann kommt , hat er eine wirklich unangenehme Flugbahn.

Die Zeit wird zeigen, wo die Stärken und Schwächen dieses Belages liegen.
Auf jeden Fall ist es interessant, eine Noppe auf dem Markt zu haben, die mit keiner
anderen vergleichbar ist. Sie hat mit Fakir und Palio rein gar nichts zu tun, geht eher in Richtung Wall. Wobei der Wall bei weitem nicht so gefährlich war und keinen so flachen Ballabsprung hat.

#3 Cogito

Cogito

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Geschrieben 27 Mai 2004 - 11:31

ttuli

Holz Persson Power Play Senso V2
Spielstärke Landesliga / Mitte


Der Skalpel ist genau das, was ich lange gesucht habe und was es seit den Zeiten des Piranja I nicht mehr gibt. Egal ob die Topspins schnell oder mit viel Effet kommen. Der Skalpel lässt beides problemlos abtropfen und überlässt allen Schnitt, Spin oder was immer drin ist dem Gegner. Die darauf entstehenden Sicherheitsbälle des Gegners beantwortete ich mit der Vorhand. Der Angriff ist noch gewöhnungsbedürftig, weil sehr schwer zu spielen. Wie bei allen Noppen: Ist der Angriff schwer zu spielen, so ist er besonders gefährlich. Mir etwas Training werde ich bestimmt auch das noch meistern. Wenn der Schuss kam, war er tödlich.
Spontane Meinung nach dem ersten Training:

Das wird mein Belag für die nächste Saison.

#4 Cogito

Cogito

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Geschrieben 28 Mai 2004 - 10:15

bernd

Holz ?
Spielstärke ?


das erste training gestern mit dem scalpel verlief für mich entäuschend sein spielverhalten ist für mich nur etwas besser wie der plastic-piranja von hinten bekam ich keinen schnitt in den ball,beim block mußte ich immer aufpassen,daß der ball nicht im netz landete,auf den ersten topspin vom gegner nur wenig umkehrschnitt beim block,so daß der 2.topspin kein problem war und naturlich wesendlich harter kam.dadurch wurde ich natürlich immer weiter vom tisch gedrängt und kam in eine passive spielweise.die gegner hatten die spielstärke von bezirksliga bis 1.kk.was allerdings sehr gut ging war der angrff mit der noppe,nur kam ich leider nicht all zu oft aus den oben genannten gründen dazu diesen versuch habe ich mit einem härten holz durchgeführt auf dem der devil und der c8 glatt sehr gut spielbar sind.werde nun ein weicheres holz probieren

gestern habe ich den 2.test mit dem belag unternommen. da der erste test auf einem harten off holz nichts brachte, habe ich nun ein weicheres all holz ohne katapult probiert, damit war die kontrolle zwar besser, aber den schnitt wie ihn der hersteller ankündigt habe ich mit dem holz nicht hinbekommen.
nächster versuch mit dem T4 damit ging ging sonne auf! block auf harte und weiche topsspins konnte ich ohne probleme mit sehr viel schnitt zurück spielen,sogar nach dem ersten topsspin des gegners war schon einiges drin,was mir mit noch keinem anderen ln-belag gelungen ist,der druckschupf war sehr leicht zu spielen. mit hoher latzierungsgenauigkeit,die lange abwehr war sicher mit ausreichendem schnitt,sehr einfach und leicht konnte ich nun auch den noppenangriff spielen, nur flatterbälle konnte ich dem belag nicht entlocken,ich denke das der katapult des t4 diese enorme verbesserung gebracht hat,nur habe ich jetzt ein anderes problem,das holz ist mir in der vh zu weich(vieleicht auch zu katapultig),ich habe nicht mer die gewohnte durch-
schlagskraft.vh-belag andro rev-cor-ss 1,8 frisch

#5 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

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Geschrieben 02 Juni 2004 - 11:04

brati

Spielstärke ?

Gespielt wurde er von mir auf einem Krenzer Kombi Spezial auf der
Limbaseite.

Der Scalpell ist deutlich schneller, als der vorher von mir gespielte
Superblock. Wenn ich nahe am Tisch auf harte Topspins reagieren muss, fast
schon zu schnell. Hierbei landeten viele Bälle von mir im Aus. Dies fällt
besonders bei "Notschlägen" auf, die mit dem Superblock immer noch auf die
Platte segelten.
Ansonsten lässt sich der Scalpell beim Blocken ganz gut kontrollieren und
auch die Schnittumkehr (bzw. -weiterleitung, wie man es denn sehen möchte
...) ist sehr gut.
Blocks mit einer leichten Konterbewegung, die ich zum Schluss mit dem
Superblock sehr gut und gefährlich spielen konnte, klappen kaum. Hier werde
ich mal noch ein paar Trainingsabende abwarten, denn mit dem SB konnte ich
die auch erst spielen, als dessen Noppen weicher wurden.

Die lange Abwehr ist beim Scalpell deutlich gefährlicher als beim
Superblock. Was besonders gut geht: Den Gegner durch harte, lange (lässt
sich schwer beschreiben) Abwehrbälle unter Druck zu setzen. Sozusagen eine
Art Angriffsabwehr, die sich auch noch sehr gut plazieren lässt.

Abstecher am Tisch, Druckschupf und meine beliebten "seitlich weggezogenen
Schläge" sind sehr effektiv und druckvoll. Angriff auf Unterschritt geht
hervorragend und vor allem nicht erst nach einer längeren
Eingewöhnungsphase wie beim Superblock oder The Wall. Schuss sitzt perfekt.

Durch die gesteigerte Geschwindigkeit, ist es erheblich einfacher den
Gegner unter Druck zu setzen. Allerdings erkauft man sich dieses durch eine
verminderte Kontrolle. Schnittumkehr, Gefährlichkeit und Angriffsoptionen
sind höher als beim Superblock.

Flatterbälle konnte ich kaum erzeugen, höchstens wenn ich auf starken
Seit/Unterschnitt retournierte. Dies ging mir allerdings auch schon beim
Superblock und The Wall genauso und ist mir auch nicht so wichtig.

So hundertprozentig weiß ich noch nicht, was ich machen soll.
Der Scalpell scheint gefährlicher zu sein, aber ich produziere damit mehr
eigene Fehler als mit dem SB.
Vielleicht probiere ich ihn noch mal auf meinem KKS9, das ein wenig langsamer
ist, obwohl ich mit dem Abziehen des Belages vom Schlägerblatt immer so
meine Probleme habe. Die Klebefolie auf der der Belag montiert ist, dehnt
sich dann immer und der Belag wird dann leicht wellig und passt nicht mehr
so hundertprozentig auf das Holz. Außerdem gefällt mir gerade die VH auf
dem KSK so gut und ich habe für den Superblock auch gut einen Monat
gebraucht, um mit ihm warm zu werden.

Was mir gestern Abend passiert ist und was ich sehr ärgerlich finde: bei
einem harten Schussball habe ich mit meinem Zeigefinger drei Noppen am
unteren Rand herausgebrochen. Das ist mir bei noch keinem anderen Belag
passiert und hinterläßt kein besonders gutes Gefühl in Bezug auf die
Haltbarkeit des Belages. Außerdem stört mich diese Stelle jetzt beim
Spielen, aber was soll man machen..

#6 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

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Geschrieben 01 Januar 2006 - 06:42

StevenRoads

Spielstärke: KL
Holz Backspin Control


RH Druckschupf
Ging sehr gut! Ich wuste gar nicht mehr, dass ich den sogut spielen kann.
Im Vergleich zum Superblock (neue Version) um Welten besser.

RH Abstechen
Ging auch sehr gut! Wesentlich besser wie mit dem SB.

Konter
Sicher zu spielen.

Liften
No problem!

Lange Abwehr
Ist gut, aber da gibt es besseres!

Block am Tisch (hinhalte Block)
Sehr sicher! Super!

VH Schupfe oder Blocke ich nur mit den Noppen! War super!

Fazit
Der neue Scalpel scheint für mich besser geeignet zu sein wie der neue Superblock.
Mann kann mit ihm aktiver spielen. Ich finde sogar, dass er besser ist wie der alte Scalpel. Flattereffekt konnte ich kaum vestellen, aber dafür wesentlich bessere OF Eigenschaften. Durch die geriffelten Noppen erinnert er mich sehr an den guten alten "Dr. Neubauer Super Spezial". Mein Rückhandbelag für die Rückrunde und wenn es so erfolgreich weitergeht, dann bis in alle Ewigkeit Amen!




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