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Joola Fakir


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2 Antworten in diesem Thema

#1 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

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Geschrieben 02 Juni 2004 - 09:07

Uli

Spielstärke ?
Holz ?
Fakir OX

Beim Fakir handelt es sich um eine glatte LN. Die Haltbarkeit des Belags ist gut, ich hatte ihn jetzt auf etlichen Hölzern und ich konnte ihn immer wieder ohne Beschädigung abziehen. An der Beschichtung kann ich noch keinen Verschleiß verststellen, wäre aber auch zu früh, da mein Belag noch recht neu ist. Die Noppen haben eine ebene (nicht geriffelte) Oberfläche. Die Noppen sind etwas härter, nicht sehr flexibel. Die Geometrie ist dem Palio ähnlich. Dieser Belag ist als glatte LN zugelassen, und daher gibt es keine Diskussionen wie beim Palio BE!

Druckschupf sehr sicher zu spielen und schwer für den Gegner anzugreifen.
Abstecher sicher und gut
Schnittumkehr beim Block ok, aber nicht überragend, das ist nicht meine bevorzugte Technik, daher nur schwer von mir einzuschätzen.
Tischferne US Abwehr ist eher mäßig. Ball kann zwar gut zurück gespielt werden aber kaum Störeffekt.
Noppenangriff ist möglich, war bei mir aber sehr stark vom Holz abhängig, teilweise ging das fast gar nicht und auf einem ging der sogar sehr gut.

Am besten geeignet für aktive Druckschupfer, die auch mal selbst angreifen und denen Sicherheit und Kontrolle wichtiger ist als Störeffekt und Schnittumkehr.
Für US Verteidigung und passives Störspiel am Tisch gibt es bessere Alternativen!

#2 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 02 Juni 2004 - 09:34

Cogito

Spielstärke 1.KK / oben

1.Bericht

Holz: Neubauer Spezial
RH: Joola Fakir OX
VH: Sun Power 1,8mm (zart frisch)

Testergebnis (Kurzversion) =>

Als ich den Belag auspackte, raschelte es verheißungsvoll, was schon auf hervorragende „Glätte“ hindeutete. Die Noppen sind mittelweich und sehr elastisch. Das Untergummi ist so hauchdünn, wie ich es bisher nur in Bereichen gesehen habe, wo das Allerschlimmste und das weniger Schlimme verhütet werden sollen . Ich habe den Belag dennoch problemlos aufkleben können.

Erster Trainingspartner (1.KK / Oben) spielt auf der VH Tackiness C mit – wen wunderts – mordsmäßigem Effet, entweder bei der US VH Abwehr oder bei mörderischen langsamen bis mittelschnellen Topsins; auf der RH Neubauer Spezial OX meist in klassischer US Abwehrmanier. Wir beide kennen uns aus dem FF. Das war wie gesagt mein erstes Spiel und der Belag hat mir auf Anhieb gefallen: sehr gute Kontrolle, sicher zu handhaben, mit deutlichem Fattereffekt. Druckschupf (nicht gerade meine Spezialdisziplin) ging sehr gut ebenso Noppenschüsse und flache Heber als Angriff auf Unterschnitt. Block auf Topspin ging sehr sicher und entwickelte genügend US, um nicht abgeschossen zu werden; der Gegner konnte allerdings öfters mehrmals nachziehen, ich aber genauso oft Blocken . Lange US Abwehr auf Tospspin ging auch sehr gut, d.h. sehr kontrolliert und mit ordentlich US. Schüsse gingen sehr sicher, ebenso Gegenkontern. Mit seiner VH ist er bei meiner Fakir RH nicht durchgedrungen und bei gegenseitiger Noppenklickerei zieht er ohnehin stets den kürzeren. (Also ging es wieder auf meine schwache Defensiv VH ).

Zweiter Trainingspartner (BOL / unten) spielte beide Seiten mit Andro Maxell max. Vom Typ her ein Kontrollfreak: Sicherheit, Rotation und Plazierung vor Tempo, lieber erst noch einen Schlag mehr zur Vorbereitung als gleich Losrußen, also eher ein „weiches“ Spiel. Nach 2:0 für mich hat er dann den Schläger gewechselt (der Spin wurde deutlich tempogeladener und giftiger), letztlich aber doch in 5 Sätzen verloren. Er hatte große Schwierigkeiten „Fakirbälle“ zu ziehen, je 1 Drittel hinter den Tisch, ins Netz und auf den Tisch. Das deutet daraufhin, dass die Bälle schwierig einzuschätzen sind.

Heute in einem Turnier getestet. 3 Spiele gewonnen, 1 verloren (aber wirklich nicht wg. des Fakir). Dabei gefiel mir sehr, daß man bei rechtzeitiger Reaktion damit auch gegen harte Schläger (viel Tempo, wenig bis mittlere Rotation) bestehen kann. Weitere Einsichten: je mehr (vor allem seitliche) Rotation im Ball ist, desto krummere Eier kann man damit produzieren. Herrliche Flatterbälle !! Ferner ist der Druckschupf für den Gegner sehr unangenehm. Nur wenn man nach vorne weg Tempo in langsame Bälle bringen will, tut man (besser gesagt ich) sich etwas schwer, da man auf Grund des im übrigen halt wohltuend langsamen Tempos dann doch schwungvoll hinlangen muß. (Ich will aber nicht verschweigen, daß mich ein weiterer Gegner wahrscheinlich mit einem MA1 + 1mm C8 eingedost hätte, wenn das Spiel noch ausgespielt worden wäre.) Generell war heute die US Entwicklung bei langer Abwehr und beim Block noch stärker als zuvor. Offensichtlich kommt da noch was nach der Eingewöhnung.


Vergleich zu anderen LN Belägen:

Kontrolle => gleichermaßen hervorragend wie beim Neubauer Superblock; besser als Devil und deutlich besser als Piranja Formula
Tempo => vergleichbar wie Neubauer Superblock, langsamer als Devil und sehr viel langsamer als Piranja F
Flattereffekt => vielleicht etwas weniger als der Piranja F, mehr als der Devil, etwa vergleichbar Neubauer Superblock
US Entwicklung beim Block auf Topspin => deutlich weniger als Neubauer Superblock, aber mehr als die anderen beiden Beläge
US Entwicklung in der langen Abwehr => deutlich mehr als der Neubauer Superblock und Devil, etwa wie Piranja F
Eingewöhnung/Handhabbarkeit: deutlich leichter als der Neubauer Superblock und Piranja F und auch noch einfacher als der Devil

Fazit: ein überaus gelungener LN-Belag, der in der einen oder anderen „LN-Disziplin“ vielleicht von diesem oder jenem Konkurrenten übertroffen werden mag, in der Summe aber perfekt ausbalanciert ist.


2. Bericht

Spielstärke 1.KK/ Oben

Holz Lingenau T3A
VH SunPower 1,8 frisch
RH Fakir OX

Nach der ersten Euphorie (s.o.) mußte ich feststellen, daß ich mit dem Fakir + Neubauer Spezial zwar gegen deutlich stärkere Gegner gut ausseh, aber gegen gleichstarke Spieler der Marek Kontrolleti (nur sicher bringen) sehr alt aussah. Plötzlich entwickelte die RH ein für mich schwierig zu kontrollierndes Eigenleben. Daher habe ich dann zu obiger Kombination gegriffen und damit die Schwierigkeiten größtenteils behoben. Die Testeindrücke sind im Übrigen prinzipiell genauso wie oben beschrieben.

#3 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 23 Dezember 2004 - 04:56

Benjy


Testholz: Donic Waldner Senso V2
VH: Palio CJ8000 mit Japanschwamm (bei Fakir 40°, bei HSS 38°)
Spielstärke: Bezirksklasse Mitte (im HTTV, im BYTTV würde ich das selbe spielen)

Spielweise: Die Noppen werden benutzt zur Annahme von gegnerischen Angaben, auf mittellange US-Bälle in die RH versuche ich einen variablen Druckschupf zu spielen, klappt aber meistens nur in die RH-Ecke. Auf mittellange Bälle mit wenig Schnitt (egal ob US oder OS) versuche ich gerne den Ball sehr offensiv zu nehmen in Form eines Noppenkonters, der allerdings mehr auf Platzierung ausgelegt ist als auf Tempo. Bei gegnerischen Topspins versuche ich am Tisch zu blocken, wobei ich hier nur den "Hinhalte-Block" anwende, für einen Abstecher ist ganz vorne am Tisch bei einem schnellen Topspin einfach nicht mehr die Zeit da.

Sooo, nachdem ich nun auch mit dem HSS schon ein paar Wochen trainiert habe kann ich die beiden Beläge nun etwas besser gegenüberstellen:

Speed:
Hier ist der Fakir deutlich schneller, was vor allem beim Druckschupf sowie beim Kontern auf leere Bälle ein großer Vorteil sein kann. Nachteil: Beim Block auf Topspin gegen Leute, die es beherrschen gegen Noppen zu ziehen, gibts Kontrollprobleme! Hier hat der Hallmark seine Stärke, Block auf Topspin klappt an sich sehr gut.
Da ich nun ein halbes Jahr mit dem Fakir gespielt habe, hab ich mit dem HSS zur Zeit noch starke Probleme mit der "Netzsucht". Gerade auf Schupfbälle gehe ich immer noch falsch an den Ball, anstatt eines Fakir-Druckschupfs kommt ein jämmerlicher Ball ins Netz.....

Kontrolle:
Kontrolle ist immer sehr subjektiv! Im aggressiven Spiel bei meiner derzeitigen Spielstärke ist mir der Fakir kontrollierter, da ich die Leute besser unter Druck setzten kann. Sobald die Gegner stärker werden ist der HSS kontrollierter, da hier deutliche Vorteile beim Block besser zum tragen kommen.

Schnittumkehr (bzw. Schnitterhaltung).
Hier kann ich nur beim aktiven Block auf Topspin deutliche Unterschiede feststellen: Der HSS ist dem Fakir hier deutlich überlegen! 3x ziehen, dann ist Schluss (außer bei Ausnahmen...) Weiterer Vorteil beim Block mit dem HSS: Der Ball fällt schneller weg und die Flugbahn an sich ist kürzer als beim Fakir, was ein nachziehen zusätzlich erschwert!

Fazit:
Gegen abwartende Spieler ist der Fakir deutlich im Plus, da hier auch auf Bälle mit sehr wenig Schnitt aggressiv der Gegner unter Druck gebracht werden kann! Je höher die Spielstärke der Gegner ist, umso besser kommt das bessere Blockverhalten des HSS zum tragen.




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