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Hallmark Original


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3 Antworten in diesem Thema

#1 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 22 Juni 2005 - 07:33

Cogito

Spielklasse KL
VH Geospin 1,5mm mäßig frisch
RH Hallmark Original OX (auf Neubauer Folie)
Holz KS9

Vorbemerkung: eigentlich wollte ich mir noch 1-2 Trainingstermine Zeit nehmen. Ich habe jetzt solange nur Superblock gespielt, daß ich diese Zeit zur Umgewöhnung für notwendig halte, um dem Belag gerecht zu werden. Nachdem da aber jetzt schnippselweise alles Mögliche ins Forum perlt, beschreibe ich doch einen ersten Eindruck, den ich gegebenenfalls korrigieren werde.

Aussehen
Der Belag, HO abgekürzt, hat eine durchscheinende Membran (also sehr dünn) und geriffelte Noppenköpfe. Im Vergleich zum SS fühlt er sich spröder an, eher in Richtung der Neubauerbeläge gehend, ohne jedoch deren Sprödigkeit zu erreichen. Egal ob man den Ball nur oberflächlich über den Belag zieht oder ob man den Ball dabei in die Noppen eintaucht, der Ball streicht glatt drüberweg; es sind also Köpfe UND Hälse nicht griffig. Auch scheint es mir , als ob der Effekt nicht durch eine Beschichtung hervorgerufen wird, sondern eine intrinsische Eigenschaft der Materialmischung ist. Das wird sich aber durch den Verschleiß bzw. des Fehlens herausstellen.


Lange US Abwehr
Erich hatte mir schon berichtet, daß er hier ganz begeistert ist und wahlweise mit mordsmäßigem US oder leer retournieren kann. Diesbezüglich war ich zunächst sehr entäuscht darüber, wie schwer es mir fiel, überhaupt einen Ball zurückzubringen. Das ging sowohl mit Superblock als auch mit Scalpel wesentlich leichter. (Und das ist auch der Grund, warum ich mir noch mehr Zeit nehmen wollte, spricht es doch dafür, daß man sich auf den Belag ein wenig einspielen muß !). Es gelangen mir jedoch US Bälle mit soviel Hacke, daß mein Testpartner (einer der zwei besten Topspinspieler unserer BOL Mannschaft) es dann regelmäßig vorzog, den Ball mit Schupf abzulegen.

Block auf Topspin
Das ging wirklich sehr leicht und kontrolliert. Dabei hatte ich den Eindruck, daß die Bälle schneller wegfallen als mit dem Superblock Die Schnittumkehr schien mir allerdings geringer zu sein. Ich würde sie so wie beim Scalpel einschätzen.

Flattereffekt
0,00 ; in Worten absolut nicht vorhanden. Die Bälle flogen stets pfeilgerade wie an einer Schnur gezogen, egal ob US Abwehr oder Block.

Kontern/Schuß
Allererste Sahne ! Hervorragende Kontrolle, wesentlich leichter zu spielen als mit dem Superblock und (doch recht ferne Erinnerung) auch einfacher als beim Scalpel

Druckschupf
konnte ich kaum spielen; meine Gegner griffen dauernd an. Aber die spärlichen Male erschien er mir deutlich schneller und "wegfallender" zu sein als beim Superblock, insgesamt auf jeden Fall druckvoller

Heber
gehen hervoragend. Einfach zu spielen, präzise zu platzieren und deutlich schneller als mit dem Superblock.


Gesamteindruck
Der Belag ist auf jeden Fall deutlich schneller und spielt sich direkter als der Superblock. Zu letztem Punkt folgender überspitzer (!!) Vergleich: während ich bei kurzen Ablagen und Heber mit dem Superblock den Eindruck habe, die Bälle tänzeln und schweben ihrer Bahn entlang, fallen sie beim HO geradlinig wie ein Felsklotz. Das erhöhte Tempo erschwert die kurze Ablage, aber das schnelle Wegfallen scheint das zu kompensieren. Auch erhält man durch das erhöhte Tempo die Option, den Gegner durch Platzierung nahe der Grundlinie unter Druck zu setzen. Dies geht mit dem Superblockauf einem langsamen Holz nur sehr schwer.
Wenn man den Belag einordnen soll, dann kommt ihm der Scalpel am nächsten, wobei der HO wesentlich elastischer und lebendiger wirkt.

Fazit
Ein hervorragender neuer nichtgriffiger LN Belag, der mir deutlich besser gefällt als der HSS

#2 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 02 Juli 2005 - 05:28

ttulli


Ich spiele Bezirksliga vorne TTVWH.
Testholz: KSK Großblatt
Vergleichsbeläge:Superblock (SB) und Skalpel (SK)



Beschaffenheit: Die Noppen des HO sind ähnlich des SK. Geriffelte Oberfläche und sehr glatt. Allerdings sind sie deutlich weicher. Der Belag ist mit einer Klebefolie versehen.

Tempo und Block:
Unter Tempo verstehe ich nicht die Geschwindigkeit mit der der Ball vom Schläger abspringt, sonder wie weit der Ball fliegt. Das ist besonders beim Hinhalteblock wichtig. Da sollte der Ball nämlich noch auf den Tisch fallen.
Der HO ist da deutlich schneller als der SB aber einen Tick langsamer als der SK. Ich brachte den Block selbst mit dem relativ schnellen KSK immer Problemlos auf den Tisch. Der Block lässt sich auch sicher platzieren. Nur der ganz kurze Ball macht etwas Probleme.

Abwehrverhalten:
Die lange Abwehr ist sehr leicht und zielgenau zu spielen, ähnlich wie beim SK und leichter als mit dem SB, bei dem es Mühe macht, den Abwehrball wenigstens übers Netz zu bringen.

Angriffsball/Konter:
Deutlich leichter zu spielen als mit beiden Neubauers. Hier hat der HO einen Vorteil.

Gefählichkeit:
Genau hier liegt der Haken beim HO. Alle schlagvarienten sind wohl leicht zu spielen aber deutlich ungefährlicher als bei SB und SK. Vor allem der Block am Tisch bringt viel zu wenig Spinumkehr. Meine Gegner konnten immer wieder nachziehen und mich richtig auf der Rückhand festnageln. Auch der von anderen Testern beschriebene Effekt, dass der Blockball überraschend nach unten fällt, konnte meine Gegner auch nur ein- zweimal irritieren. Dann gingen sie einen Schritt nach vorn und bei mir schlug´s ein.
Auch der relativ leicht zu spielende Angriffsball konnte von meinen Gegnern leicht returniert werden und brachte deshalb nur wenig Erfolg.

Fazit:
Der HO ist ein solider, glatter Noppenbelag, der dem Skalpel sehr ähnelt nur etwas weicher ist. Alle Schläge lassen sich mit ihm kontrolliert ausführen. Leider fehlt es ihm deutlich an der Gefährlichkeit im Block und beim Angriffsball.

#3 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 22 Juli 2005 - 02:12

Benjy

Spielklasse Bezirksklasse/Bezirksliga (Hessen)
Holz: Donic Waldner Senso V2
VH: Palio CJ8000 Tensor 36-38° 2,2mm
Standard-RH: Hallmark SuperSpecial Ox

Spielweise: Vorne am Tisch "rumwurschteln"

1. Kandidat: Hallmark Orginal

Der HO ist deutlich langsamer als mein HSS, was sich beim Blocken deutlich positiv bemerkbar macht, im Endeffekt allerdings nichts bringt! Der HO hat auch einen brutal flachen Ballabsprung!

Also, mal zu den einzelnen Schlägen:

Kontern:
Für mich ungewohnt, da ich richtig feste dagegen gehen musste, der Ball dann aber dennoch nicht sonderlich gefährlich war. Meine gegen Noppen erfahrene Gegner konnten des öfteren Nachkontern! Einzig die überragende Sicherheit kann hier punkten.

Block:
Ungewohnt, konnte kurze Topspins nicht wie gewohnt "reindrücken", sondern musste fast immer passiv blocken! Der Ball kommt flach und total ungefährlich! Mein Gegner konnte mit mir Katz und Maus spielen! Er spielte einen relativ leeren schnellen RH-Topspin weit nach außen, dann kam ein sicherer RH-Block vom HO, sehr flach! Mein Gegner hat die Bälle dann aber alle durchgeschossen! Nach seinen Angaben ging das beim HSS nicht so gut, weil die Bälle damit schneller waren.
Beim Block auf richtigen Topspin recht gute Kontrolle, die Bälle konnte er dann nicht nachziehen.

Druckschupf:
Wie erwartet sehr ungewohnt. Auf relativ leere Bälle ging es noch ganz gut, da konnte ich teilweise auch ordentlich Druck machen. Auf Bälle mit Unterschnitt unmöglich! Der flache Ballabsprung hat jeden Druckschupf ins Netz gesenkt! Wenn ich komplett Kamikaze-mäßig dagegen gegangen bin, dann is der Ball 2x ans Netz, dann aufs Netz und dann rüber, direkt getroffen hab ich den in keiner einzigen Trainingseinheit!

Schupf:
Selbe Problem wie beim Druckschupf, viel zu viele Bälle im Netz, die Sicherheitsschupfs sind Einladungen!

Angriff:
Hier würde Potenzial bei der Noppe liegen! Leider traue ich mich die Schläge viel zu selten, und auch nur dann, wenn meine DS ordentlich kommen. Die paar Angriffsbälle, die ich gespielt hab, kamen aber recht ekelhaft, hier scheint das geringe Tempo beim Gegner für Verwirrung zu sorgen, weshalb er den Ball nicht sauber trifft.

Abwehr aus Halbdistanz:
Deutlich besser wie mit dem HSS! Allerdings immer noch ungefährlich!

#4 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 28 April 2006 - 03:38

Montag


Spielklasse:
BOL mitte, positiv


Spielmaterial:

Holz: Wallenwein Extra Light
VH: Bryce FX 2.1mm, schwarz
RH: Hallmark Original ox, rot


Spielsystem:

Ich stehe sehr nahe am Tisch, mit der Noppe bereite ich die Bälle manchmal für die VH vor, ich mache aber auch viele Punkte direkt mit der Noppe (Druckschupf,Abstecher).
Ich spiele je nach Gegner ca. 60% mit der Noppe und ca. 40% mit der VH.
VH spiele ich auf fast alles, was lang kommt, Topspin aber auch Schuss auf hohe Bälle. Aufschlagannahme fast zu 80% mit der Noppe.

Triningspartner:

Viele aus der BOL, die gut bis sehr gut auf Noppe spielen können, aber auch VL Leute.

Bericht:

Als ich den Belag das erste Mal in der Hand hatte, fiel mir sofort die weiße Klebefolie auf, die direkt unter dem Belag montiert ist. Das hat mich schon etwas gewundert, da ich vor kurzem den Super Special getestet habe und er diese Folie nicht montiert hatte.
Jedenfalls ist das Montieren so extrem einfach. Als ich den Belag heute runterziehen wollte, hab ich gemerkt, dass das fast unmöglich ist, ohne den Belag zu beschädigen.

Wenn man versucht, die Noppe wieder abzuziehen, löst sich die weiße Klebefolie vom Belag teilweise ab, und Reste bleiben am Holz kleben. Der Belag an sich ist beim Runterziehen derart empfindlich, daß es fast unmöglich ist, ihn 'runterzubekommen. (Habe meinen SS schon beim Versuch, ihn abzuziehen, zerstört
mad.gif )

Der HO ist anfangs sehr hart und wird erst nach ein paar Trainingseinheiten weicher. Wer ein gutes Gefühl für Noppen hat, wird sich sehr wundern, wie sich die Spieleigenschaften von Trainingseinheit zu Trainingseinheit verbessern. Nach 3 bis 4 Trainingseinheiten sollte sich die optimale Wirkung des Belags entfaltet haben.

Der Belag hat eine sehr gute Schnittweiterleitung sowohl auf Topspin des Gegners als auch auf Aufschläge des Gegners. Selbst Bälle, die mir anfangs deutlich zu hoch geraten sind, wurden oft vom Gegner ins Netz gespielt.
Einen Abstecher auf Topspin konnten von den meisten nur 1 mal nachgezogen werden, danach war Schluss; der Gegner musste schupfen oder der Ball war im Netz.

Der Belag eignet sich hervorragend, um den Ball extrem kurz hinter das Netz zu setzen; so hab ich das bisher nicht hinbekommen. Solch ein kurzer Stoppblock war fast immer sicher ein Punkt für mich, da meine Trainingspartner ihn entweder zu hoch zurückgegeben haben oder der Ball ins Netz fiel.
Es ist auch sehr einfach, den Ball gegen Topspins so kurz zu setzen, dass der Ball nicht nachgezogen werden kann; auch gegen Schüsse reicht meist ein Hinhalten und der Ball fällt schnell runter.

Der Belag ist sehr gut kontrollierbar und das bei nahezu allen Schlägen.
Leider entwickelt der Belag so gut wie keine Flätterbälle; nur mit extremen Handgelenkeinsatz sind mir welche gelungen. Der Ball fliegt bei allen Schlägen nahezu schnurgerade über den Tisch; so hatten meine Gegner keine Probleme den Ball auszurechnen und haben die meisten Bälle sicher getroffen.

Druckschupf ist mit dem Belag ganz gut möglich, allerdings ist hier sehr guter Arm- und Handgelenkeinsatz von Nöten, um den Ball die nötige Geschwindigkeit zu geben.
Da die Noppe sehr langam ist, klappte bei mit der aggressive DS, der mit meiner alten Noppe (SS) meist zum Punktgewinn führte, leider nur sehr selten. Es ist nur schwierig möglich, den Geger mit schnellen Noppenschlägen unter Druck zu setzen; auch Blocks auf Topspins kommen sehr langsam. (Tip: Beim gegnerischen TS etwas gegen den Ball gegengehen, wenn man einen schnelleren Block haben will).

In der tischfernen, klassischen Verteidigung sind sehr gute und flache Unterschnittbälle möglich, dabei ist jeder Schlg sehr kontrolliert und auch relativ gefährlich (Solche Bälle spiele ich aber nur als Notball).

Fazit:

Der Belag hat eine hervorragende Schnittweiterleitung, Bälle können extrem kurz gesetzt werden; dies ist sehr wichtig in höheren Spielklassen.
Der HO ist allesdings nicht zu empfehlen für Spieler, die mit der Noppe ihre Punkte machen. Dafür ist er einfach zu langsam, d.h. aktives und agressives Spiel ist mit der Noppe nur schwer möglich.
Die Spieler, die eine Noppe brauchen, die auch extrem harte und schnelle Topspins retournieren wollen, ist der Belag genau richtig. Aber auch für Spieler, die mit der langen Noppe den Ball für die VH vorbereiten wollen, ist der Belag zu empfehlen.




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