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Hold Virus II


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2 Antworten in diesem Thema

#1 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 22 Juli 2005 - 02:14

Benjy

Spielklasse Bezirksklasse/Bezirksliga (Hessen)
Holz: Donic Waldner Senso V2
VH: Palio CJ8000 Tensor 36-38° 2,2mm
Standard-RH: Hallmark SuperSpecial Ox

Spielweise: Vorne am Tisch "rumwurschteln"

2. Kandidat: Toni Hold Virus II

Auch der Virus II ist deutlich langsamer als der HSS, vom Tempo her aber schwer mit dem HO zu vergleich, ich denke aber, sie sind ungefähr gleich schnell. Der Virus ist deutlich weicher und hat breitere Noppen. Er ist auch recht unregelmäßig beschichtet! Der Ballabsprung ist ganz anders wie bei den Hallmarks, vor allem bei den Schupf-Techniken deutlich höher als die beiden von Hallmark!

Konter:
Igitt, dachte ich da nur! Nachdem dann die ersten 25 Bälle irgendwo landeten, hab ich mich aber auf den komischen Flummi-Effekt eingestellt, so kamen auch die Bälle, allerdings nicht besonders sicher, und vor allem LAHM! Der Konter ist auf jeden Fall mit dem HSS am besten!

Block:
Das ging gut! Gegen den Spieler von oben hatte ich zwar auch hier Probleme, da die Blocks auf leere Bälle zu langsam waren, aber gegen richtige Topspins hatte ich eine gute Kontrolle und die Gegner hatten auch größere Probleme wie mit dem HSS.

Druckschupf:
Hier hat mir der hohe Ballabsprung zu schaffen gemacht! Zum einen bekam ich so nicht so wirklich Druck in den Ball, zum anderen wurde er von der Tendenz her gerne mal zu lang! Wenn ich nicht ganz so fest rein bin, dann is der Ball ekelhaft geeiert, was die Gegner am Anfang verwirrt hat. Nachdem sie sich aber darauf eingestellt hatten, wurde der recht hohe Absprung zum Problem, da der Ball dann reingeschossen werden konnte!

Schupf:
Auch hier hoher Ballabsprung! Aber zum ersten Mall hatte ich ne Noppe in der Hand, mit der ich schön kurz ablegen konnte! Das ging mit den Hallmarks nicht so gut!

Angriff:
Ein paar nicht reproduzierbare Bälle kamen wirklich gut, andere kamen 2x auf meiner Hälfte auf!

Abwehr:
Kam auf jeden Fall auch besser als mit dem HSS! Aber auch hier wieder zu ungefährlich! Die Bälle vorne an der Platte sind gefährlicher!


Fazit:

Ich bleibe bei meinem HSS. Damit gibt es zwar gegen richtig gute Gegner Probleme beim Blocken, aber wenn der Ball mal leer oder mit Unterschnitt gespielt wird, dann komme ich mit dem HSS deutlich besser ins Spiel! Die Blocks müssen eben noch trainiert werden! Als bessere Alternative würde ich jetzt den Virus II einschätzen, da hier die kurzen Ablagen sehr gefährlich waren. Der HO ist eine ungefährlichere, weil langsamere Variante des HSS!

#2 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 23 Juli 2005 - 10:12

Daniel

Spielklasse: Bezirksoberliga Oberes Parkreuz
Holz: TSP Blasa 2.5
VH-Belag: Bryce FX 1.9mm




Der Belag ist extrem gut zu kontrollieren, egal ob Druckschupf, Abstecher am Tisch oder Hinhalteblock. Die Oberfläche des Belags ist nicht so extrem glatt, wie z.B. beim Palio BE oder Scalpel. Dies wirkt sich auch negativ auf die Schnittumkehr aus, welche meinens Erachtens nicht phänomenal ist aber doch relativ gut.

Der Belag ist etwas langsamer als der Palio Be und auch langsamer als der Alligator. Trotz der geringen Schnelligkeit, ist es mir doch gelungen mit Handgelenkeinsatz viel Druck bzw. Geschwindigkeit zu entwickeln.

Der Schläger muss bei der Annahme von Unterschnittaufschlägen des Gegners fast so gehalten werden wie bei einem normalen Noppeninenbelag, wo ich mit dem Alligator einfach nur mit einer Handgelenkbewegung nach vorne, senkrecht gegenhalten habe. Nach ein paar Übungen klappt die Aufschlagannnahme aber auch super.

Genauso lassen sich harte Topspins der Gegner direkt hinter das Netz setzen, so daß der Geger nicht nachziehen kann.

Auch in der klassischen Verteidigung ist der Belag sehr gut zu gebrauchen: schöne Schnittweiterleitung und hohe Kontrolle.

Flatterbälle konnte ich weniger zu Stande bringen.


Fazit:

Sehr gute Kontrolle auf fast alle Schläge der Gegner. Die Topspins der Gegner können extrem kurz gehalten werden, so daß nicht nachgezogen werden kann.
Trotz der Langsamkeit sind mit Handgelenkeinsatz aber auch schnelle Attacken möglich. Die Schnittumkehr könnte besser sein, Flatterbälle kommen kaum zu stande. Weit hinter dem Tisch ist der Virus II als klassischer Abwehrbelag zu gebrauchen.

#3 ChrisM

ChrisM

    TT-Focus-Team

  • Mitglied
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  • Gender:Male
  • Location:Neustadt

Geschrieben 31 August 2005 - 02:49

Die Noppe

Abschließender Testbericht zum Toni Hold Virus 2

Hallo Freaxxs,

da ich nun den Virus 2 knapp 4 Monate spiele, wollte ich einen „abschließenden Testbericht“ schreiben. Ich weiß, dass es schon 2 (?) Threads zu diesem Thema gibt, aber ich denke man kann hier vielleicht auch eine interessante Diskussion entfachen, ohne alte Themen wieder aufzuwärmen. Ich werde im Folgenden auf drei vergangene Wettkämpfe eingehen, die ich alle mit dem Virus 2 gespielt habe. Ich denke in diesen Wettkampfsituationen kann man den Belag am besten testen und ich werde die Spielberichte immer mit den nötigen Eigenschaften des Belags versehen und dies kommentieren. Da dies ein Forum ist, dass doch in meinen Augen sehr auf die Hallmark Beläge fixiert ist, will ich außerdem aufzeigen, dass es durchaus auch Alternativen zu den durchaus guten Hallmark-Belägen gibt.

1. Wettkampf: Regionales Turnier
2. Wettkampf: DTTB + ETTU offenes Turnier
3. Wettkampf: Ranglistenqualifikation



1. Wettkampf: Regionales Turnier

Vorheriges Material:
Holz: Butterfly Matsushita Pro Model
VH: Stiga Clippa
RH: Friendship 837 / Hallmark Special

Material im Turnier:
Holz: Nittaku Shake Defence
VH: TSP Spin Pips
RH: Toni Hold Virus (schwarz) OX “L“

Anmerkung: Vor dem Turnier habe ich mit dem Virus 2 lediglich 2mal trainiert.

Das Turnier war ein bundesoffenes Turnier, das aber weitgehend von Leuten aus der Region besucht wurde. Ich spielte dort die Herren offen Klasse.

In der Gruppe spielte ich gleich mein erstes Einzel, das ich auch relativ klar 1:3 verlor. Der Akteur hatte gute Regionalliga-Mitte-Stärke und ich hatte auch schon öfters gegen ihn das Nachsehen. Erstaunlich war die Quote der Bälle, die er nachziehen konnte. Es waren im ganzen Spiel höchstens 4 Stück. Nach einem Topspin und seinem angesetzten Schupf, „schob“ er den Ball sogar auf die eigene Seite!!!
Die anderen beiden Einzel waren klare 3:0-Siege für mich. Diese Gegner hatten sich allerdings nur „just for fun“ angemeldet und daher kann ich nicht viel über den Virus sagen, da ich die meiste Zeit angreifen musste.

Im 1/4 Finale musste ich gegen einen Kontrahenten antreten, der in der vergangenen Saison RL oben eine klar positive Bilanz erzielte. Ich hatte in einem vorherigen Spiel (damals mit dem 837) schon 0:3 verloren und rechnete mir daher wenig Chancen aus. Den ersten Satz konnte ich glücklich gewinnen, nach hohem Rückstand. Besonders aufgefallen ist mir hierbei, dass ein sehr gutes „SETZEN“ mit dem Virus in die weite VH des Gegners möglich ist. Der 2.Satz ging klar an den Gegner. Ich setzte schlecht und kämpfte zu wenig. Im dritten Satz war das Spiel vom Rückschlag bestimmt. Ich konnte mit dem Virus gut in die tiefe RH des Gegners spielen und auch kurz setzen, was die Fehlerquote seinerseits erhöhte und mir ein 11:09 einbrachte. Der letzte Satz war eine klare Sache mit 11:03. Der Gegner war entnervt und m. E. hat der dritte Satz auch das Spiel entschieden.
1/2 Finale: Ein Abwehrspieler, der jedes Jahr in der OL bei uns oben positiv spielt. Kann ich über den Virus wenig sagen. Gutes Setzen war wieder möglich und das „STÖREN“ zwischen dem Angriff.

Finale: Hier gab es eine klare Abfuhr (0:3) gegen Tang Bing (TTS Bosrum; Liga 2 oben). Aber auch in diesem Spiel fand ich den Virus sehr kontrolliert und angenehm zu spielen. Der Block kam auch flach.


Fazit: Eine sehr gute Premiere für den Virus 2 OX. Ich war damals schon der Meinung „meinen“ Belag gefunden zu haben. Aber trotzdem war ich auch sehr skeptisch, da die erste Euphorie auch immer ins Gegenteil umschlagen kann!!!

2. Wettkampf Turnier DTTB + ETTU offen

Material:
Holz: Nittaku Shake Defence
VH: TSP Spin Pips 1,7mm
RH: Toni Hold Virus 2 OX “L“ ; diesmal allerdings in ROT

Anmerkung: Ich hatte nun ca. 3 Monate mit dem Virus 2 trainiert. Und ein neues Exemplar draufgeklebt. Diesmal ein roter Belag, aber wieder in „L“.

Die Turnierklasse war Herren A (bis Regionalliga). Die Teilnehmer kamen meist aus NRW oder Niedersachsen. Ungefähr vier Spieler aus den Niederlanden und ein in Dänemark spielender Deutscher hatten sich zusätzlich “verirrt“.

Meine Gruppe bestand aus zwei Jugendspielern. Den Stärkeren (OL oben) hatte ich gleich im ersten Spiel. Nach einer schnellen 2:0 Führung musste ich ihn leider noch auf 2:2 rankommen lassen. Um dann aber 3:2 gewinnen zu können. Der Virus war in der Aufschlagannahme sehr effektiv. Gute Platzierung möglich und auch der Block ging gut, sofern ich denn schon warm genug war, um den Block gut genug zu spielen.

Das 2. Spiel war 3:1 und ich kann dort wenig über den Belag sagen, da der Gegner zu fast 100% in meine VH spielte. Ein paar „Stopbälle“ gelangen mir allerdings.

Im 1/8 Finae musste ich gegen einen absoluten Angstgegner! Meine vorherige Bilanz war 0:4. Bei der vorherigen Begegnung (mit 837) konnte ich eine 2:0 Satzführung und 4 Matchbälle in Folge NICHT nutzen. Dieses Mal lief es besser. Nach Rückständen im 1.Satz konnte ich diesen für mich entscheiden! Der 2.Satz war dagegen eine klare Angelegenheit. Und auch der 3.Satz war mit 11:6 schnell erledigt. Man muss dazu sagen, das mein Gegner selbst ein ähnliches Spielsystem wie ich spielte: Lange Noppen auf RH (Dr. Neubauer) am Tisch. Nach dem Spiel bekundete er die Tauglichkeit des Virus 2! Der Belag sei gefährlich und die Bälle kämen auch sehr flach und platziert. Er selbst wolle den Belag nun auch testen!

Im 1 / 4 Finale dann gegen einen Akteur (RL oben; vorher OL oben: 13:4 und 12:9 Bilanz) ein sehr knappes 3:1. Der Block kam mit viel Schnitt und ich konnte auch sehr gut setzen. Der Gegner ging auch in diesem Spiel sehr viel über meine VH, d. h. er ist der RH (und dem Virus) ausgewichen.

Im 1/ 2 Finale war dann für mich Endstation: 2:3 gegen den Abwehrspieler Lorenz. Der spielt in Dänemark angeblich 1.Division und ich konnte eine 2:1 Satzführung und ein 6:3 im 5.Satz nicht nutzen! Ich kann eigentlich gut auf Abwehr, aber seine kurze Noppe auf RH, war schon sehr gewöhnungsbedürftig. Er konnte, wenn er denn angegriffen hat, von der Virus relativ problemlos ein paar Mal nachziehen. Zwar nicht schnell, aber platziert! Er war einer der Leute, die mit dem Virus keinerlei Probleme hatten (genau wie Tang Bing).

3. Wettkampf: Bezirksendranglisten-Qualifikation

Material:
VH: Nittaku Shake Defence
RH: Virus 2 OX (rot) “L“

Auch bei diesem Wettkampf konnte der Virus 2 mich überzeugen. Konnte meine Gruppe klar gewinnen mit 9:0 Spielen und verlor auch nur 5 Sätze. Kurzes Setzen und ein sehr sicherer RH-Block waren auf dieser Rangliste meine Hauptpunktequellen. Aber auch ein schneller und flacher Schupf ist nicht zu verachten.

Fazit:

Ich habe bereits 5 Virus 2 im Schrank liegen für die nächste Saison. Der Belag wird (bis er wahrscheinlich verboten ist) meine 1.Wahl für die Saison 2005 / 2006 sein. Ich kann euch nur empfehlen ihn auch mal zu testen. Ich mache hier keine Werbung, denn ich bin mir bewusst, dass Beläge von Hallmark und Dr. Neubauer auch ihre Vorzüge haben. Ich selbst war mit dem HSS im Training auch ganz zufrieden. Der Virus 2 ist ein guter, aber nicht perfekter Belag, der einen Test wert ist.

Gruß
Pascal
Tibhar Patrick Chila off
Donic Desto F3 Big Slam, schwarz, 2.0
Palio Hadou, rot, 2.1




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