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TT-Master R-Flex


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Eine Antwort in diesem Thema

#1 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 07 Februar 2007 - 11:55

Cogito

Spielklasse: Kreisliga
Holz: Backspin Control 07
VH: Mambo 1,5mm Frisch
RH: R-Flex rot OX (Referenz Inferno OX)


Beim R-Flex handelt es sich um den neuesten Noppenbelag von TT-Master. Der Ball erfährt beim „Drüberstreichen“ durch den Belag keinen nennenswerten Widerstand also ein klarer Fall von GLN (hm, die Formulierung hört sich wie eine Krankheitsdiagnose an :unsure: ). Weiter fällt sofort auf, daß die Noppen recht weich sind ähnlich wie beim Boomerang und im Unterschied zum Swing Back Spezial und (vor allem dem alten) Superblock. Sie sind auch weicher als beim Inferno.

Obwohl hundemüde läßt mir der gerade angekommene Belag keine Ruhe also ab zum Nachbarverein und testen.

Erster Gegner: Bezirksliga, Spins eher auf Tempo als auf Rotation angelegt.
Zunächst bin ich nach hinten gegangen und habe klassisch abgewehrt. Das ging auf Anhieb mühelos mit hervorragender Kontrolle und schöner flacher Flugbahn. Sehr oft war erheblicher Unterschnitt im Ball, manchmal aber auch nix. Ich vermute mal, daß „berufsmäßige“ Abwehrer dies im Gegensatz zu mir nicht zufällig produzieren sondern bewusst steuern können, womit der Belag ein diesbezüglich erhebliches Störpotential verspricht. Sodann ging es an meine gewohnte Position am Tisch. Die Blocks auf Topspin waren sowohl kurz als auch lang einfach zu spielen und wiesen einen deutlich flacheren Ballabsprung auf als mit dem Inferno. Die Schnittumkehr war sehr gut, kommt aber nicht an die der Referenzen wie z.B. Superblock heran. Bei anderen Bällen beeindruckten die sehr sicheren Platzierungsmöglichkeiten. Ich musste aber aufpassen, daß alle Bälle schön flach blieben. Sobald der Ball etwas zu hoch kam, konnte mein Gegner mühelos schießen. Da meine Bälle auch keine erkennbare Flatter aufwiesen, vermute ich mal, daß der Störeffekt für den Gegner bei leerem Spiel geringer ist als beim Inferno.

Zweiter Gegner: eine Dame, Spielklasse unbekannt, Hauptsächlich leeres Spiel, mal als Geklicker mal als schnelle Konter-/Schußangriffe, manchmal auch Schupfen.
Hier spielte die Schnittumkehr naturgemäß überhaupt keine Rolle, sondern es kam an auf Sicherheit beim Mitklickern bzw. beim Versuch, mit den GLN Druck zu machen. Beides ging ganz hervorragend. Eine wahre Wonne war der Angriff mit den GLN. Flache Bälle konnten mit einem sehr aggressiven Lift retourniert werden. Dabei kann man den Ball ruhig voll aufs Netz ziehen; im letzten Moment huscht er doch noch drüber und fällt dann ganz schnell wieder nach unten weg. Sind die Bälle etwas höher, kann man sehr gut gegenkontern; hierbei entwickelt sich auch so etwas wie Flatter. Diese Bälle sind sehr schwer zu parieren.

Dritter Gegner: Bezirksklasse, mein Horrorgegner, der mich nach Belieben wegtütet. Schnelle und harte Überdrall-/Seitschnittaufschläge und dann alles was 1µm überm Netz steht wegpumpen. Im Spiel geblockte Topspins werden mit Anti entschärft und dann wird wieder draufgehauen – ein ausgesprochener Noppenkiller. Mit dem R-Flex habe ich im 5. Satz verloren (normalerweise 0:3). Bei der so kritischen Aufschlagannahme bin ich (ca. 0,5m vom Tisch stehend) wahlweise einen halben Schritt vorgerückt und habe versucht, kurz und flach abzulegen, oder bin einen halben Schritt zurück und habe den Ball mit einer klassischen Verteidigungsbewegung flach einschweben lassen. Bei der kurzen dichten Ablage war die Ausbeute an für ihn nicht schießbaren Bällen deutlich höher als mit dem Inferno und bei der alternativen Annahme musste er alle Bälle entweder ziehen oder schupfen, womit ich im Spiel war. Dort überzeugten dann wieder die hervorragende Kontrolle und Platzierungsmöglichkeiten des Belages. Urteil meines Gegners: "Damit hat du aber erheblich besser ausgesehen."

Weitere allgemeine Eindrücke:

- durch die weichen Noppen taucht der Ball tiefer ein und erlaubt ein gewisses minimales Führen, was bei härteren GLN stets kritisch ist; dadurch erhält man eine hervorragende Kontrolle (vor allem bei Angriffbällen).
- dies geht wahrscheinlich auf Kosten der Schnittumkehr, die für mich aber völlig zufrieden stellend ist, und des Flattereffektes.
- die Noppen sind nicht nur weich sondern auch hoch elastisch. Dadurch entsteht eine Art Katapult: wenn ich normal spiele, ist alles ganz weich und sehr gut dosierbar. Versuche ich aber selber Gas zu geben, indem ich reinhacke, oder kommt ein extrem harter Ball des Gegners, den ich ohne Abfedern nehmen muß, dann explodiert der Belag, und es zischt eine Granate Richtung Gegner – leider nicht auf den Tisch, aber das dürfte zumindest im Falle selbst gestalteter Bälle eine Sache der Übung sein. Trifft dies zu, dann gibt auch das dem Belag zusätzliches Potential.

Erstes Fazit aus diesem Trainingsabend:
- ein hervorragender neuer GLN Belag
- mit superber Kontrolle
- sehr guten Angriffsoptionen
- im Tempo zwoschen Inferon und Boomerang
- mit „Auf Anhieb Wohlfühl“ Garantie (was bei mir mit dem SBS gar nicht gegeben war)

Glückwunsch !

p.s. was noch getestet werden muß:
- ein kundiger Topspinner, der mehrmals nachziehen kann und rechtzeitig mit Schupfablage entschärft
- ein reaktiver Konter/Blockspieler
- ein Kontrolletti möglichst Marke Schupf & Säge

#2 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 10 März 2007 - 12:19

ttulli[/SIZE]

Spielklasse: Landesliga TTVWH
Material: Holz KSK 06, VH Nimbus 2.0, RH SBS OX

Das Tempo des Belages ist ein wenig höher als beim SBS. Das wirkt sich aber nur aus, wenn man aktiv in den Ball geht. Beim nur Hinhalten konnte ich keinen Unterschied feststellen. Dies könnte daran liegen, dass die etwas weicheren Noppen sich beim aktiven Ball mehr auswirken.

Lange Abwehr: Die ist sicherer zu spielen als mit dem SBS, da der Ball nicht ganz so flach weggeht. Mit dem SBS muss man ganz unter den Ball kommen, um ihn auch über das Netz zu bringen. Leider hat der Abwehrball nicht ganz so viel Unterschnitt. Landesligaspieler zogen beim R-Flex meist problemlos nach.

Druckschupf ist sehr schnell und platziert spielbar. Der Ballabsprung ist auch hier etwas höher, was mir zunächst Probleme bereitet hat. Nach Eingewöhnungszeit genauso effektiv spielbar.

Block: Auch hier hat der R-Flex seine stärken in der Sicherheit. Anfangs sprang mir der Ball zu hoch ab. Ein klarer Nachteil ist die geringere Schnittweiterleitung im Vergleich zum SBS. Wenn ich den Ball voll in der aufsteigenden Phase mit einer Hackbewegung nach unter erwische, ist der Unterschnitt brachial und die Flugkurve unangenehm flach. Komme ich nur irgendwie an den Ball (Notblock) werde ich von meinen Mannschaftskameraden durchgeladen.

Liften/Noppentop: Da ist der R-Flex eine Offenbahrung im Vergleich zu SBS und deutlich leichter und sicherer spielbar. Leider stellen die Angriffsbälle Landesligaspieler zu selten vor unlösbare Probleme. Der Ball wird einfach gegengezogen und ich habe dann das Problem.

Fazit:
- Irgendwie erinnert mich der Belag etwas an den Inferno. Wie der Inferno die "Lightversion" den SB ist, könnte der R-Flex die "Lightversion" des SBS sein. Alle Schläge sind leicht und sicher spielbar, aber es fehlt etwas das Eklige.
- Gegen Spieler aus den Kreisligen ist der Belag gut einssetzbar. Kaum einer konnte mit dem Block oder dem Angriffsball etwas anfangen. Meine Mannschaftskameraden aus der Landesliga hatten da deutlich weniger Probleme. Da ist der SBS effektiver.
- Manche Gegener versuchen es auch in der Landeslige mit "herumlöffeln", wenn sie mit schnellen Bällen nicht zum Erfolg kommen. Da wäre der R-Flex mit seinen Offensivoptionen sicher die bessere Wahl.




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