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nach der hüftoperation


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11 Antworten in diesem Thema

#1 oldRud

oldRud

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Geschrieben 01 März 2007 - 01:55

hallo
der schock war gross, als sich die notwendigkeit einer hüftoperation herausstellte.
nun ist die prothese drin und ich befinde mich inder rehab-phase und damit in der diskussion mit ärzten und therapeuten, ob ich wieder tt spielen kann.
alles sagen. JA. ABER...
und darum geht es jetzt: wie spielt man mit einem solchen problem?
zu meiner bisherigen spielweise, will ich nichts sagen, denn es bildet sich bei mir die meinung, dass mir keine umstellung, sondern eine neuorientierung bevorsteht.
die kernfrage lautet wahrscheinlich:
> was ist die ideale spielweise mit einem solchen handikap?
bitte um ratschläge!
con
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gruß aus wien sendet

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#2 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

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Geschrieben 01 März 2007 - 02:00

Das ist wohl für Laien ohne persönliche Erfahrung sehr schwer zu beantworten ebenso wie für Mediziner ohne TT-Erfahrung.

Wie sind denn die Beschwerden ? Was ist eingeschränkt ?
- absolute Beweglichkeit = schnell von A nach B
- Beweglichkeit in sich = Stellungswechsel am Ort etwa von RH- auf VH-Stellung
- Beweglichkeit des Rumpfes bei feststehenden Füßen = Drehbewegungen des Oberkörpers

#3 oldRud

oldRud

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Geschrieben 01 März 2007 - 06:56

also, einstweilen ist noch gar nichts - befinde mich sozusagen im vorstadium einer echten rehabilitation, d.h. nur leichte übungen, da die op vor 4 wochen erfolgt ist. mitte märz fahr ich 3 wochen ins "trainingslager" (ist von der kasse bereits bewilligt), dort wir man mich nach auskunft von ärzten und therapeuten dann fit machen - die meinen, dass ich nach weiteren 3 wochen, die dann dem weiteren muskelaufbau dienen (im moment beklage ich 5 cm umfangverlust auf dem operierten oberschenkel!), wieder trainieren kann. hier endet dann die diskussion, denn die können ja pingpong nicht wirklich von tt unterscheiden - einer hat gemeint, ich könne sicher wieder voll spielen, nur halt am besten langsamer :-(
sehr befriedigend ist das halt nicht; schade, dass sich kein leidensgenosse in diesem forum findet, der mir weiterhelfen könnte.

l g
old rud
:unsure:
smiliey-sport
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gruß aus wien sendet

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#4 Bamboole

Bamboole

    Profi User

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Geschrieben 01 März 2007 - 07:29

Hall oldRud,

allgemeinverbindliche Tipps kann ich Dir auch nicht geben, nur von meinem langjährigem Doppelpartner berichten, der vor ca. 4 Jahren im Alter von 38 Jahren ein neues Hüftgelenk eingesetzt bekam. Er spielt lange Abwehr mit Schnittwechseln, auf der RH Krypto OX, auf der VH Hurricane III in 1,5mm, Holz Andro Fibercomp Def und schlägt eine knallharte Vorhand.

Seit seiner Operation kann er keine abrupten schnellen Schritte mehr machen, wie man sie z.B. beim Erlaufen von Stoppbällen benötigt. Er kann auch nicht mehr so in die Knie gehen oder extreme "Verrenkungen" bei der Abwehr machen. Sein Spielsystem hat er insofern geändert, als er materialmäßig umgestellt hat (GLN in OX, statt LN mit Schwamm) und ein etwas langsameres Holz aber dafür mit einem schnelleren Belag. Er steht etwas näher am Tisch und bereitet mit den GLN den VH-Schuß vor. Durch zusätzliches Training in einer TT-Schule und dem Besuch von Lehrgängen hat er seine Technik verbessert und ist variabler geworden. Das Systemtraining hat bei ihm eine Verbesserung beim VH-Block und Topspin gebracht, Schläge, die er vorher nicht so häufig und sicher gespielt hat. Durch die GLN ist die Rückhand gefährlicher geworden, Block und Schuß wird damit noch trainert, der äußerst griffige VH-Belag erzeugt einen "Mörderschnitt". Zudem spielt er jetzt Aufschläge mit extremem Unterschnitt, auch hier ist er durch das Training variabler geworden.

Insgesamt hat er nach einer kurzen Anlaufzeit sogar an Spielstärke gewonnen und der Ehrgeiz hat ihn gepackt. Sportlich geht es aufwärts, zuletzt war er sogar bei Regionsmeisterschaften der Ü40 auf dem "Treppchen" und wird versuchen, nochmal eine Klasse höher zu spielen. Er spielt jetzt mehr als vorher, anstatt zu pausieren. Bei der Senioren-WM ist er auch gestartet. Manchmal geht er natürlich bis an die Schmerzgrenze und versucht Bälle zu erreichen, die er eigentlich nicht mehr spielen dürfte. Durch muskuläres Aufbautraining konnte er die Grenze jedoch ein wenig verschieben. Ansonsten baut er sein Spiel so auf, dass die Laufarbeit minimiert wird.

Es ist also möglich, auch nach der Hüft-OP weiter zu spielen. Dabei kommt es natürlich auf den Grad der Erkrankung an. Man kann durch systematisches Training und die ein oder andere Umstellung des Spielsystems, evtl. auch des Materials, weiterhin erfolgreich spielen. Dennoch sollte man die eigenen Grenzen kennen, das Training dosieren und nichts durch falschen Ehrgeiz zu erzwingen suchen. Dabei sollte man akzeptieren, dass manche Bewegungen bewegungstechnisch einfach nicht mehr funktionieren und sich nicht ärgern, wenn man einen Ball einfach nicht erlaufen kann, der früher erreichbar gewesen wäre. Diese Umstellung im Kopf sehe ich als großes Problem an. Ansonsten kann ich Dir nur raten, das "Restpotential" optimal auszuschöpfen und nach neuen Möglichkeiten zu suchen, um die eigene Technik und Taktik an die körperlichen Möglichkeiten anzupassen.

Jedoch würde ich wirklich erst dann wieder einsteigen, wenn der Heilungsprozess vollständig abgeschlossen ist und der Arzt grünes Licht gegeben hat.

Dann viel Erfolg im neuen TT-Leben.

Gruß Bamboole
Galaxy/Yinhe K2, Screw 1,0mm, 729-08 Max.

"If we can't be free, at least we can be cheap", Frank Zappa

#5 Dipper2

Dipper2

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Geschrieben 01 März 2007 - 10:32

Siehe mal in deinen Nachrichten

Habe Dir Bericht Über meine Hüft Op geschrieben. wenn du noch Fragen hast bitte

Nachricht an mich.

Gruß Norbertjavascript:emoticon('elch')
smilie

#6 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

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  • 3.562 Beiträge

Geschrieben 02 März 2007 - 09:19

Bambooles Bericht läßt hoffen, ist sehr ermutigend. Obwohl natürlich stets der Einzelfall entscheidend ist.

#7 oldRud

oldRud

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Geschrieben 02 März 2007 - 10:06

hallo, liebe kollegen!
vorerest vielen dank für die ermutigenden worte und den eigenerfahrungsbericht - bin momentan etwas im depressiven stadium, so dass sie gerade zur richtigen zeit gekommen sind.
im prinzip habe ich ähnliche überlegungen angestellt, nur auf LN möchte ich nicht umstellen. spiele z.zt.(na ja!) auf der rh die kn 799, vielleicht such ich mir eine MLN, mit der ich weniger aggressiv spielen werde, ansonsten ist "allround" sowieso mein stil, den ich halt verfeinern werde.
also noch einmal ein herzl. dankeschön
aus wien sendet
old rud
:tschö:
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gruß aus wien sendet

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#8 Guest_georgysun_*

Guest_georgysun_*
  • Guests

Geschrieben 10 März 2007 - 01:49

Hallo Leidensgenosse,
bin erst heute hier im Forum eingetreten und habe dein "Problem" einer Hüft-OP gelesen.
Will dir nur sagen, daß ich im Juli 2005 eine TitanProthese in der linken Hüfte eingesetzt bekam.
Ich bin mittlerweile 59 Jahre alt (jung) und meine Leidenschaft und einziger Sport, den ich aktiv betreibe ist natürlich wie bei dir - Tischtennis.
War nach der OP eine Woche im Krankenhaus und sofort anschließend 4 Wochen auf Reha. Hab sehr viel Aufbautraining für meine Muskulatur betrieben. Täglich mehr als notwendig. Muß dazusagen, daß ich sofort nach der OP 100% Belastbarkeit meines linken operierten Beines bekam und ich staunte nur so bei der Reha, denn 90% hatten nur Teilbelstungen. Ich lief bereits während der Reha schon wieder teilweise ohne Krücken. Ich konnte auch kein Muskeldefizit am operierten Bein feststellen.
War dann kaum 6-7 Wochen nach der OP, dann stand ich schon wieder an der TT-Platte, aber ohne große Seitwärtsbewegungen. Ja so fing ich dann langsam an und machte bereits zu Saisonbeginn die ersten Punktspiele wieder mit. Laut Rangliste dann auch noch im vorderen Paarkreuz. Hab auch 2 Spiele gewonnen.
Für mich stellte sich immer wieder die Frage: Kann ich mal wieder so Tischtennis spielen, wie zuvor.
So besserte sich nach und nach meine Beweglichkeit und ich kann dir sagen, daß ich heute fast genauso spiele, wie zuvor.
Leider haben sich Seitwärtsbewegungen nach links etwas verlangsamt, dafür ist aber meine Vorhand stärker geworden. Spiele auf der RH viel mit Unterschnitt, leichten Topspin und Blocks.
Übrigens spiele ich das KKS 1 - Holz von Re-impact. Auf der VH spiele ich den Stiga Neos sound in 1,8mm und auf der Rückhand den Hallmark Powerspin in 1,5mm.
So, das sind jetzt meine eigenen Erfahrungen. Weiß jetzt nicht, wie sich dein GEnesungs-Prozess fortsetzt, denn jeder einzelne Fall ist indivituell.
Aber du kannst dir Hoffnung machen, daß du wieder "fast uneingeschränkt" deinem TT-Sport nachgehen kannst.
Wünsche dir vorerst mal beste Genesung und hoffe, daß du bald wieder flink auf deinen Beinen bist.
Hoffe, ich konnte dich ein wenig positiv stimmen.
Alles Gute
wird_schon

#9 Perner

Perner

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  • Location:Rottenburg a.N.

Geschrieben 09 Mai 2007 - 06:49

Habe beidseitig HTEPs, spiele Abwehr Verbandsklasse Mitte positiv. Wenn die Muskulatur sowie die Dehnung da ist, kannste wieder hüpfen wie im Frühling.
Nebenbei spiele keine Noppe.

Bitte in Deinem Alter regelmässig Calcium (!) nehmen.
Ciao,Rudolf

#10 noppeman

noppeman

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Geschrieben 10 Mai 2007 - 02:55

Hi,

ich bin der Spielkollege, von dem Bambooles erzählt hat.
Ich habe 2003 (im Alter von 37 Jahren) links eine TEP, komplett, d. h. unzementieres Gelenk aus Titanium am Becken u. Oberschenkelhals. Da ich noch relativ Jung bin, ging die Genesung recht zügig. 8 Wochen nach der OP durfte ich die ersten Gehversuche mit 20% Belastung machen, 3 Monate nach OP ging es schon ohne Krücken durch die Gegend. 8 Monate später stand ich bereits wieder am Tisch. Folgende Kompromisse mußte ich eingehen:

- kein Spagat
- keine großen Sprünge, Hüpfen, langes Laufen, Joggen, Bergsteigen
- Überkreuz-Schritte sind tabu (auskugeln der Hüfte)
- Kniebeuge, Last über 30 Kg heben (obwohl es klappt, war früher Bodybuilder)

Die Liste läßt sich fortführen, aber man kann sagen, soweit man es persönlich einschätzen kann, ist es o. k.

Meine Spielstärke ist nun besser als vor der Operation, bin natürlich nicht mehr so spritzig wie früher, agiere nun meistens am Tisch mit viel Schnitt und gewinne so meine Spiele.

Zur Zeit spiele ich HSS auf der RH und DHS Hurricane auf der VH mit einem Defensiven Holz, in der langen Abwehr klappt es auch wunderbar, dank dem griffigen Belag.

Also, laß den Kopf nicht hängen, probiere aus, was klappt das klappt, nur überschätze Dich nicht, daß endet im Krankenhaus.

Viel Spaß weiter beim Spielen.

Gruß
Uwe
Aktuell: Einzel- u. Doppel Regionsmeister (TTVR) 2008 Senioren Ü40
3. Rheinland Einzel-Meisterschaft 2008 Senioren Ü40

Holz: Yinhe, Sonderbau ST 3,5 Balsa
VH: DHS Hurricane III, 1,5 mm, schwarz
RH: XiYing 979

Alle Macht den Noppen

#11 oldRud

oldRud

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Geschrieben 16 Mai 2007 - 10:57

hallo, liebe schicksalsgenosseen!
leider ist es bei mir nichnt so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hätte.
zuerst ging alles planmäßig. bereits in der 4. postoperativen woche habe ich die krücken nur noch als "zierde" mit mir herumgetragen.
einige tage vor antritt der rehab bin ich gestürzt - aus angst vor einer neuerlichen hüftverletzung habe ich mich so in der luft verdreht, dass ich auf den rücken gefallen bin. gleich hab ich gespürt, daß da etwas passiert ist.
die neue hüfte hat den sturz unbescchädigt überstanden, aber mein schon jahrelang bestehender gleitwirbel (nr. 4 der lws) ist wieder aktiv geworden. gleich bin ich wieder ins spital eingliefert worden, wo man festgestellt hat, daß er sich bis zu 15mm nach innen verschiebt.
einige tage schwebte das damoklesschwert einer versteifungs-op über mir, aber in engagierter junger arzt hat sich meiner angenommen und nach 2 wochen war ich wieder einigermaßen beweglich. obwohl ich in depressiver stimmung eigentlich nicht wollte, hat er mir trotz dieses handicaps einen 4wöchigen rehab-aufenthalt intensiv empfohlen und vom spital aus wurden die notwendigen bürokratischen schritte unternommen.
bei diesem aufenthalt in einer rehab-klinik ging es permanent aufwärts, bin vor 2 wochen nach hause gekommen, mache noch bewegungstherapie bei einer therapeutin, massage und übe fleißig daheim.
man sieht, alles ist relativ - im moment bin ich froh, dass ich mit einem morgenpulver (500mg mexalen) mein tägliches auslangen finde. an sport ist dzt. leider nicht zu denken, mein orthopäde (eine kapazität auf dem gebiet der konservativen orthopädie) stellte mir in aussicht, daß ich wahrscheinlich im herbst wieder beginnen könne.
eine kleine unaufmeerksamkeit hat mein lebeen verändert; ursprünglich konnte ich es mir ohne tischtennis n ict vorstellen, inzwischen bin ich bescheidener geworden und lebe in der hoffnung, daß es doch noch irgendwann klappen wird, das niveau wird sich in der praxis herausstellen.
so, das war mein bericht - eigentlich weiß ich gar nicht so recht, warum ich ihn geschrieben habe; vielleicht, weil ich so nette infos von euch bekommen habe.
sportliche grüsse aus wien sendet
oldRud
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gruß aus wien sendet

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#12 poli

poli

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Geschrieben 31 August 2015 - 04:15

Hallo Leute,

 

ich bin 54  Jahre als und soll Ende September rechts eine TEP bekommen. Eure Berichte machen Mut. Ein Leben ohne TT konnte ich mir bis vor einem halben Jahr auch nicht vorstellen. Aber wie mein Vorredner schon sagte, je größer der Schmerz wird, desto bescheidener wird man auch.

 

Ich bin froh, wenn ich keine Schmerzmittel mehr nehmen muss - die eh nicht mehr so doll helfe - und mehr als 800 Meter ohne Schmerzen gehen und wieder mal eine Radtpour machen kann. Wenn es dann mit dem Tischtennis ohne Schmerzen wieder klappen würde, ist es  mir  egal, ob ich meine alte Spielstärke wieder erreiche oder nicht. Natürlich werde ich mich anstrengen, das Spielsystem anpassen etc.

 

tschau

 

poli






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