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Spieltechnik mit Re-Impact Hölzern


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3 Antworten in diesem Thema

#1 Achim

Achim

    Hersteller

  • Händler/Hersteller
  • 1.527 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 19 Dezember 2007 - 10:45

Technische Aspekte des Spiels mit Re-Impact Hölzern

Die Lebendigkeit und das überragende Spielgefühl von Re-Impact Hölzern beruhen neben den diversen einzigartigen und patentgeschützten Bauprinzipien auch auf der Verwendung von Balsaholz als Kernfurnier. Ein ambivalenter Aspekt der Verwendung von Balsa ist ein erhöhter Katapult von Balsahölzern. Dem sollte mit einer veränderten Spieltechnik Rechnung getragen werden, um allein die Vorteile genießen zu können und die potentiellen Nachteile zu vermeiden.

Der ganz wesentliche Punkt ist der, dass der erhöhte Katapult die Kontaktzeit des Balles auf dem Schläger verringert !

Das bedeutet für alle Schläge, bei denen es einzig auf eine Beschleunigung des Balles zum Gegner hin ankommt wie Konter/Block/Schuss, einen enormen Vorteil, da hier eine kurze und heftig ausgeführte Bewegung zu einer enormen Beschleunigung führt, die eben durch ihre Kürze sehr präzise zu führen ist.
Etwas schwieriger wird es bei Schlägen, wo dem Ball ein Maximum an Rotation mitgegeben werden soll. Streift man den Ball nur (= tangentiale Komponente) und geht möglichst wenig „dagegen“ (= laterale Komponente), dann stellt der Katapult kein Problem dar sondern wirkt auch hier verstärkend. Die resultierenden Bälle haben dann wenig Tempo aber sehr viel Rotation.
Je mehr man jetzt die laterale Komponente verstärkt, desto heftiger schleudert der Katapult den Ball aus dem Schläger und verkürzt so die Rotationserzeugung durch die tangentiale Komponente. In diesem Falle sollte man daher
- mit eher kürzeren Bewegungen spielen
- zur Ausnutzung der ankommenden Rotation mit NI Belägen den Ball möglichst am Ende der aufsteigenden Phase und mit (G)LN möglichst früh nehmen.
- dazu eher dichter am Tisch stehen bzw. im dynamischen Stil, sich zum Schlag dorthin begeben
Spieler, die vorwiegend tischferner (ab Halbdistanz) agieren und mit längeren Aushol- und Aufschwungbewegungen spielen, sollten darauf achten katapultärmere Modelle zu wählen oder aber für rotationsreiche Bälle vorwiegend tangential spielen.

Somel hints for the use of Re-Impact blades

The liveliness and the superior feeling brought forward by Re-Impact blades are the result of numerous unique features implemented into the construction of the blades as well as of using balsa for the core veneer. An ambivalent aspect of balsa is its spring effect by which the ball is catapulted. It is of importance to make allowance for this physical feature and adapt the way of playing to enjoy the advantages of balsa and avoid potential disadvantages.

The very essential point is that the ball is catapulted of the blade to a greater amount than with conventional blades thus leading to a reduced time span of contact between ball and racket.

This is greatly beneficial for all drives aiming at a maximum of acceleration towards the opponent (blocking/countering/smashing), because a short and abrupt agitation leads to a formidable acceleration. The brevity of the agitation results in a high precision of the drive.

It becomes a bit more difficult if you want to provide the ball with a maximum of rotation. If you just graze the ball ( = tangential input) and avoid to hit the ball frontally ( = lateral input) then the increased catapulting effect is not a problem but far from it will be beneficial for the generation of spin. The resulting balls will have little speed but a formidable rotation.
However the more you increase the lateral input upon striking the ball, the more the spring effect of the balsa will catapult the ball away before the maximum of spin could be tranfered onto the ball by the tangential input. In this case you should
- act with shorter moves
- exploit the rotation of the arriving ball by hitting it at the end of its ascending phase (with pimple-in rubbers) respectively as soon as possible (with long pimple-out rubbers)
- for this purpose position yourself somewhat closer to the table
Players which prefer a greater distance to the table and act with longer arm moves should take care to choose Re-Impact blades with lower catapult or should hit the ball more tangentially for the generation of spin.

Re Impact GmbH., Weidendamm 6, D-49448 Lemförde, NZS HRB 203659 / Amtsgericht Walsrode, 

Geschäftsführung: Achim Rendler / USt.-ID-Nr.: DE281045716, STNr.: 45/202/01682
Tel.: +495443-9209999 / Fax: +495443-929734 email: service@re-impact.de // https://www.re-impact.de/
 Re-Impact, das ganz persönliche Tischtennisholz. Schreibe oder kontaktiere mich gerne,
Mein Geschäft ist es, dafür zu sorgen, dass Du eine Klasse besser wirst!
My business is to make sure that you get a class upgrade! 
Mon travail consiste à faire en sorte que vous ayez une bonne classe !
¡Mi negocio es asegurarme de que te conviertas en un ascenso de clase!
 我的事业就是要让你成为一个阶层的升级版! 

 


#2 Dr. h.c. Noppe

Dr. h.c. Noppe

    User

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  • 64 Beiträge
  • Location:TTG Gevenich-Gereonsweiler

Geschrieben 19 Dezember 2007 - 11:47

Sehr schön Achim!

Auf so eine qualifizierte "Anleitung" hatte ich schon lange gewartet.....

-Erstmals wird offen (vom Hersteller) über die nötigkeit der Veränderung der Spielweise oder zumindest Schlägerhaltung gesprochen und nicht gesagt, das Re-Impact für jeden das Nonplus Ultra ist!

-So kann jeder für sich endscheiden, ob Re-Impact für einen geeignet ist oder nicht! Oder halt, wenn man trotzdem das "Gefühl" habn will, die katapultarmen Versionen, von den es neuerdings auch einige gibt, zu testen!

-Pauschale Äußerungen, Re-Impact ist schlecht oder gut, sollten in Zukunft mit einem Verweis auf dieses Statement sofort im Keim erstickt werden!

Nicht, dass man mich jetzt falsch versteht, ich finde es wirklich gut und begrüße dies Aussage clap
Eingefügtes Bild
http://www.ttg-geven...nsweiler.de.vu/ Es grüßt der Admin ;)
Holz: JZ Kevlar Ultra Topspin
VH: Kokutaku Tuple 007 Taiwan 2,3mm
RH: FS 837 Mystery 0,8mm
Zusammen: 120g :mrgreen:

Mein Penhold :)
Holz: YinHe (MilkyWay) 989
Rot: MikyWay Uranus (KN) 2.0mm
Schwarz: MilkyWay 9000 2.2mm

#3 oldtimer-harry

oldtimer-harry

    Profi User

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  • Interests:Sport im Allgemeinen, TT im Besonderen Tiere u. Natur

Geschrieben 24 Dezember 2007 - 06:19

Die Aussage finde ich auch gut, da es beim Tischtennis - zumindest in den unteren und mittleren Leistungsbereichen eine Menge Exoten gibt kann kein Holz und kein Belag für jeden und für alle Spielsysteme passen.
Allerdings kann ich behaupten - o h n e - gleich in die Re-Impactjünger Ecke gedrängt zu werden. Jeder aber auch wirklich jeder der zumindest mein Spielniveau hat - Bezirksklasse unten - konnte mit dem SSS einen ordentlichen TS ziehen u. zwar sicherer als mit einem herkömmlichen Schläger. Mit den anderen Schlagarten verhielt es sich allerdings deutlich unterschiedlich. Versucht es mal mit einem vergleichbaren off Holz und 1,8 mm Frischklebeeffektbelag.
Die oberen Klassen ticken da sicher anders - da macht der Belag max u. Frischkl. die Musik - Holz steif u. schnell genügt - bei 4-6Std. täglichem Training und entsprechendem Talent. B)
Für mich ist es sowieso erstaunlich, daß ein kleiner Hersteller ohne die finanziellen Möglichkeiten der Branchenriesen etwas mehr wie vergleichbares auf die Beine stellt. Nicht zu vergessen auch viele Hobbyholzbauer schaffen da durchaus erstaunliches. respect Obendrein denke ich lieber die Vielfalt unterstützen durch Kauf - als alles den Multis zu geben. Aber das wiederum ist meine eigene Einstellung u. Meinung die braucht niemand zu teilen. Dafür haben wir sie - die M e i n u n g s f r e i h e i t. Sobald mir diese aber beschnitten verboten werden sollte, in einem Forum das mir zum persönlichen Vergnügen dient, würde es mir nicht mehr gefallen. :angry:
Das ist mein Weihnachtswort - schöne Feiertage wünsche ich ALLEN !!! :tschö:

SSS geändert code?
VH :Tibhar Nimbus 1,8
RH :SAVIGA V in OX
Spielklasse: Kreisliga pos. 1

Westpfalz Süd TTC FISCHBACH 2


#4 Dieter

Dieter

    Profi User

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  • 257 Beiträge
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  • Location:Vogelsberg
  • Interests:Tischtennis

Geschrieben 27 Dezember 2007 - 08:29

zur Ausnutzung der ankommenden Rotation mit NI Belägen den Ball möglichst am Ende der aufsteigenden Phase und mit (G)LN möglichst früh nehmen.

Hallo Achim,

in diesem Punkt muss ich widersprechen, oder ich habe Deine Ausführung falsch verstanden.

Ich ziehe alles was so kommt. Wenn ich einen Unterschnittball direkt nach dem Aufspringen durchziehe, ergibt sich ein enormer Überschnitt und der Ball entwickelt auch noch enormes Tempo. Das ist einer meiner gefährlichsten Schläge. Ich glaube kaum das dies ein einzigartiger Effekt der Ronin-Reihe ist. Ich denke das ist doch bei allen Re-Impact-Hölzern so.


Mit TT-Gruß
Dieter
Vor Gott sind alle Schläger gleich.
Eingefügtes Bild
Aber ich spiel doch lieber:
Holz: RONIN Stralek SpinShot OFF
VH: TIBHAR Nimbus Soft, max
RH: Meteor 835 1.5




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