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Dream 2019


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#1 olaf242

olaf242

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Geschrieben 05 November 2019 - 11:04

So, habe heute das neue Dream 2019 bekommen. Das Dream 2019 ist symetrisch aufgebaut, in der Mitte ein 3mm Balsa Stirnholz und davor und dahinter dann 2mm "normales" Balsa. Achim verwendet ja seit kurzen gerne Stirnholz Balsa, seitdem ich ihm von den positiven Eigenschaften berichtet hatte und auch hier zeigt es wieder seine Stärken.
 
Bei jedem Holz - ich hatte immer mal Versionen mit und ohne Stirnholz - konnte ich regelmäßig feststellen, dass die Stirnholz Versionen sich direkter und spinniger gespielt hatten. Und auch beim Dream 2019 spürt man sofort wieder diesen Effekt - und das ist nicht ohne.
 
Das Problem seit wir mit dem Plastikball spielen ist und war, dass meine Angaben nicht genug Spin erzeugt haben (bzw. ich diese mit meiner Technik nicht so umsetzen konnte), um damit direkte Punkte zu machen. Bis jetzt hatte ich nur beim M3 Select diesen Spin wieder gehabt, wo ich mit Angaben direkte Punkte (öfters) machen konnte. Seit dem M3 Select habe ich danach mit dem Preference gespielt (wo mir die Offensiv Möglichkeiten gefielen, aber der Spin fehlte), danach kam das Tachi 2019 (was ingesamt mir etwas zu langsam war bzw. der Druck fehlte) bis hin zum jetzigen Barath 2019, was mehr Spin erzeugte, aber leider etwas weniger Tempo hatte als das Preference. Man mußte halt immer wieder einen Kompromiss eingehen und zur Zeit wechsel ich zwischen dem Preference und dem Barath, wobei das Barath 2019 mein aktuelles Spielholz ist...bzw. war - weil ich denke, ich werde zukünftig das Dream 2019 einsetzen.
 
Die Gründe: Es hat das Tempo vom Preference kombiniert mit dem Spin vom M3 Select und macht es damit zu einem Barath 2019++. Bälle auf Vorhand und Rückhand sind sehr offensiv ausgelegt und haben ein direktes Spielgefühl (ähnlich dem Barath 2019 oder dem M3 Select). Was das Holz so gefährlich macht, ist die Kombination von Spin und Tempo. Das Problem beim Plastikball ist, versuche ich viel Spin zu erzeugen, fehlt das Tempo und trotz Spin können Bälle leicht retouniert werden. Habe ich Tempo, habe ich kaum Spin, Bälle können mit guter Technik leicht gegengekontert werden und hilft nicht wirklich zum Spielaufbau. Kann ich aber Spin und Tempo kombinieren, also lange Bälle mit viel Spin bei Angaben produzieren, so sind diese extremst gefährlich. Unterschnitt ist nicht mehr so wichtig, viel "gemeiner" für den Gegner sind Sidespin-Angaben. Wenn diese noch schnell gespielt werden, so sind das - je nach Klasse des Gegners - sichere Punkte bzw. gute Vorbereitung für das eigene Spiel, weil der Ball höchstens "irgendwie" retouniert wird, aber keine Platzierung erlaubt.
 
Das Dream 2019 macht das perfekt - zudem bei reinen Unterschnittangaben fällt der Ball direkt nach unten weg, d.h. er springt kaum wieder hoch - je mehr Tempo ich in die Unterschnittangaben mache, umso mehr verliert der Ball an Absprunghöhe. Es ist unheimlich schwierig dann für den Gegner, diesen Ball offensiv anzugreifen - die einzige Möglichkeit, er muß den Ball nach oben ziehen und kann sofort angegriffen bzw. gekontert werden. Ein aggressiver Topspin auf Angaben sind nur schwer möglich, das bringt viele Vorteile.
 
Auch beim Topspin tauchen die Bälle sehr schnell runter, je mehr Tempo ich reingebe, umso flacher wird die Flugkurve und umso gefährlicher für den Gegner. Block, Schupf etc. ist alles sehr sicher - auch hier ist der flache Ballabsprung bei starker Krafteinwirkung vorteilhaft. Trotzdem muß man aber auch bedenken, wenn man gegenzieht oder angreift, dass die Flugkurve sehr flach ist, viel flacher als beim Preference und flacher als beim Barath. Das hat Vor- und Nachteile - eine saubere Technik hilft auf jeden Fall. Aber wenn man richtig zum Ball steht und sauber den Topspin spielt, macht es einfach nur Spaß. Ich konnte die Bälle von meinem Trainingspartner (guter Curl P1R Abwehrer) im richtigen Moment alle mit der Vorhand komplett durchziehen und so sauber konnte ich mit den anderen Hölzer nicht auf Abwehrbälle anziehen bzw. harte Topspins spielen.
 
Hier ergibt sich auch erneut der Effekt vom Stirnholz Balsa - bei kraftvollem Spiel erzeugt es so viel Tempo und ein direktes Spielgefühl, dass man fast fehlerfrei harte Topspins und Schüsse spielen kann, spielt man aber passiv verliert es etwas seine Steifigkeit und das Mittelfurnier kommt nicht so stark zu Geltung, sondern eher die anderen beiden Balsa Schichten, d.h. kurzes ablegen oder ekliger Druckschupf, alles kein Problem. Auch bei der Aufschlagannahme - nimmt man sie eher passiv an, kann man sehr gut kurz legen oder den Spin rausnehmen, geht man aggressiv in die Bälle, erzeugt man selbst wieder den nötigen Spin und Tempo. Es hat auf keinen Fall ein lineares Spielverhalten - aber genau das macht das herrlich variable Spielverhalten aus, in keiner Situation ist es leblos oder man hat das Gefühl, der Ball verhungert, wenn man zu wenig tut - aber gerade beim Plastikball muß das Spiel nach vorne aktiv gesucht werden und hier unterstützt das Dream 2019 zur Zeit am besten das Spiel beim Plastikball.
 
Dennoch - bei Topspin auf Unterschnitt sollte schon eine einigermaßen saubere Technik gespielt werden, ansonsten könnte der flache Ballabpsrung kontraproduktiv sein. Das Abtauchen der Bälle (bei Aufschlag und bei Unterschnitt oder Topspin) ist aber sehr "genial" und ermöglichet gerade beim Blockspiel auch extreme Varianten zu spielen.
 
Ich könnte mir vorstellen, dass auch gerade kurze Noppen mit dem Holz sehr eklig gespielt werden kann und wer lange Noppen auf Allround+ und Offensiv Hölzer spielt, dürfte damit auch seine helle Freude haben.
 
Ich muß noch dazu sagen, dass meine Vergleichshölzer alle Mittelblatt sind und das Dream 2019 Testholz auch eigentlich Mittelblatt ist, aber eine leicht verkleinerte Breite hat und deswegen sich auch etwas schneller spielen kann als Hölzer, die etwas breiter sind - aber das sollte jetzt nicht so ausschlaggebend sein, dem Holz wirklich gute offensiv Qualitäten zuzuordnen.





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