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Rendler Krenzer Konterspin 3 + 4


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3 Antworten in diesem Thema

#1 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

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Geschrieben 13 Februar 2004 - 02:31

COGITO

ein richter Test war das nicht, dazu ging alles viel zu schnell und wenig intensiv. In diesem Beitrag also nur ein Vorab-Eindruck
- ich habe die beiden Hölzer in einer Testkategorie zusammengefaßt, weil sie sich nur graduell unterscheiden, also sehr gut vergleichbar sind


Am letzten Sonntag fand ein historisches Re-Impact Mini-Symposium statt, bei dem 3 Re-Impact Erfahrene (Verrrückte ?) mehrere der neuen Konterspin Modelle ausprobierten. Ich habe dabei jeweils ca. knappe 15 Minuten mit den Modellen KS3 u. 4 gespielt.

KS4 (VH 1,5mm JapTeac Performance Soft, RH Superblock).

Mein spontaner Eindruck nach den ersten Schlägen: Fantastisch ! Ein wirklich ungeheures Spinaufkommen bei Topspins - locker anziehen, der Ball zischt ab und beschleunigt beim Auftreffen auf der gegnerischen Hälfte nochmals rasant. Das hat wirklich Spaß gemacht und ich habe wie wild gekurbelt. Schußversuche waren leider Mangelware, denn auf der anderen Seite stand jedesmal auch so ein Bekloppter, der mit einem "Wunderholz" zog/hackte, was das Zeug hielt - halt zuwenig Vorlagen. Dasselbe Bild bot sich bei der RH: ein enormer Effet bei Block auf Topspin.
Fazit: ein im positiven Sinne extrem effetlastiges Holz mit höherem Grundtempo bei sehr guter Kontrolle

KS3 (s.o.)

G_A drückte mir das Teil mit den Worten in die Hand "Das ist noch besser als das 4er". Nun ich würde sagen: genausogut. Ebenfalls wieder diese unglaubliche Leichtigkeit des "Ziehens"*. Diesmal mit etwas weniger Tempo/Zisch aber dafür noch mehr Kontrolle - typisches quid pro quo - . Der Effet bei RH Block auf Topspin war vergleichbar ; auch hier flog der Ball halt etwas langsamer zurück. Auch hier kann ich zum Schußverhalten nichts sagen (s.o.)
Fazit: ein im positiven Sinne extrem effetlastiges Holz mit mittlerem bis hohem Grundtempo bei exzellenter Kontrolle


Im Vergleich: das 3er Modell scheint mir die perfekte Ergänzung zum 4er zu sein - identische Spielcharakteristik bei unterschiedlichem Tempo. Es dürfte also vom individuellen/r Spielvermögen/-technik abhängen, welches Holz jeweils geeigneter ist. Wer schneller und/oder mit kürzeren explosiveren Bewegungen spielt, wird das KS4 bevorzugen. Wer langsamer und/oder mit länger durchgezogenen Bewegungen spielt, den Ball länger am Schläger führt, wird sich mit dem KS3 wohler fühlen.


Nach der Rückrunde werde ich mir die Modelle 3, 4 und 5 nochmals genauer anschauen (als Referenz dient dann mein jetziges KS9, was ich im Augenblick auf jeden Fall bevorzuge). Achim macht es einem auch ganz schön schwer, sich für irgendetwas zu entscheiden.

#2 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

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Geschrieben 13 Februar 2004 - 02:33

G_A

Ich hatte am Wochenende eine hochrangige Einladung bekommen und konnte dabei 3 Konterspinnhölzer im Vergleich zum meinem KSK spielen.

KS3: Kleinblatt, gerader Griff, Standard lt. Heimseite
KS4: dito
KS "C" : ich nenne es mal so weil es irgend ein Vorläufer vom Vorläufer des jetzigen KS 4 sein sollte. Der Besitzer Cogito kann ja mal die Daten lt. letzter Nomenklatur posten. Großblatt, Kugelgriff
Mein eigenes: Krenzer Spezial Kombi Buche/Limba, VH (Limba) Japtec Performance Soft 1,5, RH (Buche) Joola Fakir

Ich habe die KS Modelle auf der VH mit dem JapTec oder Neos Tacky 1,5 und der RH mit Fakir, Palio BE uns Neubauer Superblock gespielt.

Erwähnen muß ich, daß jeder, ausser mir und Herrn "C" war noch ein Tester anwesend (ein vierter mußte leider wegen einer "sehr dummen" kurzfristigen Verletzung absagen), eine andere Technik spielt und deswegen Hölzer auch ganz anders beurteilt. Dies sind also nur meine Erfahrungen.

Generell kann ich sagen, daß alle 3 Modelle bzgl. Kontrolle mit dem KSK mithalten oder übertreffen, besonders wenn es sich um die RH mit den LN handelt. Der Katapult ist weniger. Meine Reihenfolge Katapult wäre:
KSK - KS4-KS3 und KS "C"

Beim VH Topsin bin ich gewohnt mit einer langen Bewegung zu ziehen und den Ball zu führen. Die Kollegen machten deutlich kürzere Bewegungen und kamen zu anderen Meinung. Für mich spielte sich das KS3 am angenehmsten weil ich hier die Variation schneller/langsamer Topspin am besten hinbekam. Rein vom subjektiven Tempogefühl wäre die Reihenfolge:
KS4-KSK-KS3-KS"C"
aber von meinem Spielgefühl:
KS3-KS4-KSK und KS"C"

Mit der RH kam ich mit allen 3 sofort gut zurecht, kontrollierter als beim KSK. Angriffsbälle kamen alle sicherer. Bzgl. der Schnittentwicklung/Schnittumkehr fiel hier besonders die Kombination KS"C" mit PalioBE auf, die sich deutlich von den anderen abhebt. Dem Kollegen, ein sehr sicherer Topsinspieler, gelang hier kaum einmal ein 2. Ball wenn ich blockte oder Unterschnittabwehr spielte. Meine Reihenfolge bzgl. Sicherheit, Beherrschbarkeit, Schnittentwicklung:
KS"C"-KS3-KS4-KSK

#3 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

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Geschrieben 13 Februar 2004 - 02:34

GODE

Hallo,
ich habe in den letzten beiden Trainingseinheiten auch mit einem KKS 4 gespielt.

Ich spiele ansonsten ein 'altes' KKS Typ 3 mit Anegré-Limba-1,5-8-Limba-Anegré Aufbau (was lt. Achim jetzt dem KKS 1 entspricht).

Wegen der Vergleichbarkeit habe ich beide Hölzer mit VH Revolution COR ss 1,8 mm und RH Joola Air Rosnet ebenfalls 1,8 mm gespielt.

Kurz vielleicht noch mal ein paar Worte zu meiner Spielcharakterisik:
VH:
Topspin mit langer, ausladender aber schneller Bewegung (eben der klassische 80er Jahre Top); wenn der Ball nicht zuviel Unterschnitt hat versuche ich möglichst schon mit dem ersten Top zu punkten; lediglich bei stark geschnittenen Bällen ein weicher, langsamer und rotationsreicher Top.
Wenn der Gegner zuerst das Spiel mit einem Angriffsball eröffnet kein Gegentop sondern Block.
Endschlag fast nie mit Schuß (ausser bei Ballonabwehr ;-)) sondern über schnellen Topspin.
Aufschlag-Rückschlagspiel bei kurzen Aufschlägen mit Schupfball zurück, selten VH-Flip.

RH:
Spiel deutlich mehr auf Sicherheit ausgelegt, keine Topspin, es sei denn als ersten Ball als sehr weich und langsam gespielten Top. Bei schnellen Aufschlägen oder Aufschlägen mit Seit-/Überschnitt spiele ich den Ball meist als Konterball zurück.
Bei Angriffen des Gegners versuche ich meist mit platzierten und oft auch sehr passiv gespielten Blocks (vor allem bei Gegnern die aus der Halbdistanz agieren) den Gegner zu Fehlern zu zwingen.

Zwischen den beiden Hölzern ist schon ein deutlicher Unterschied.

Das höhere Grundtempo des KKS 4 ermöglichte es mir unglaublich harte Tops zu spielen, was mir bei dem Versuch bereits mit dem ersten Top zu punkten natürlich sehr entgegenkommt.

Vom Ballgefühl das die beiden Hölzer vermitteln gab es meinem Empfinden nach keine großen spürbaren Unterschiede. Die Kontrolle ist sicher - vor allem bei meinem RH-Spiel - beim KKS 1 besser, habe beim Blocken mit dem KKS 4 für meine Verhältnisse sehr viele Blocks hinter den Tisch gesetzt.
Auch beim Schupfen war diese Tendenz da bzw. es sind die Bälle höher zurückgespielt worden; wenn man mit dem KKS 4 allerdings den Ball optimal getroffen hat, hatten die Bälle für meine Verhältnisse deutlich mehr Unterschnitt (insofern sind diese Probleme wohl eher auf meine Technik zurückzuführen..).

Alles in allem denke ich dass das KKS 4 für beidseitig offensiv agierende Spieler das wesentlich bessere Holz ist, da man einfach aggressiver spielen und den Gegner unter Druck setzen kann und trotzdem noch ein hervorragendes Ballgefühl vermittelt bekommt.
Für mich, der auf der VH ein ganz anderes Spielsystem als auf der RH spielt, überwiegen die Nachteile bei meinem risikoarm orientierten Sicherheitsspiel in der RH.
Die für mich vielleicht bessere, offensive und schnelle VH des KKS 4 kann ich beim KKS 1 zumindest annähernd erreichen wenn ich klebe (was ich aber eigentlich nicht mehr will!!).

Vielleicht liegt für mich aber das Optimum irgendwo dazwischen??
Die Frage ist nur sollte ich eher mal auf das KKS 2 (mit Anegré-Limba) oder KKS 3 (mit Buche-Limba) zurückgreiefen??
Was meint ihr???

#4 Cogito

Cogito

    TT-Focus-Team

  • Admin
  • 3.562 Beitrge

Geschrieben 13 Februar 2004 - 02:35

JAN

Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich 2 Spieler (die sogar in der gleichen Klasse spielen) empfinden können.
Ich habe ja schon einige Re-Impacts gespielt und zusätzlich immer mal wieder Neuentwicklungen getestet. Eigentlich musste ich zu meinem Leidwesen oft feststellen, dass das entsprechende Testholz eine Verbesserung, zu dem von mir gespielten, darstellte.
Auch wenn es gestern Abend nur ein Kurztest war: Diesmal definitiv nicht!
Cogito hat absolut Recht, wenn er behauptet, dass es sich beim KKS4 um ein weiches Topspinholz handelt. Für mich ist es eine Art Extremversion des T4. Rein von den Daten her, hätte das KKS4 eigentlich schneller und härter als mein F3 Premium (Lindenlaub F4 mit Anegre-, statt Buchefurnier) sein müssen.
Meine Idee war, durch noch bessere Kontrolle und leicht gesteigertes Tempo, einen Vorteil gegenüber meinem Holz zu erlangen. Pustekuchen!
Das Ballgefühl ist ein ganz anderes, auch völlig anders als beim hervorragenden KKS mit Anegre-Limba-8mm-2,5mm-Limba-Anegre, welches ich neulich getestet habe. Von Anfang an war das Holz wie ein Fremdkörper für mich-wahrscheinlich, weil es zuviel Aktivität meinerseits fordert. Das Anschlaggefühl ist weicher, ich habe das typische "Klack" vermisst. Viele Offensivbälle sind im Netz verhungert. Mir hat die klare Rückmeldung meines Holzes gefehlt. Es ist irgendwie indirekter und träger als meins. Beim Schupfen ist mir der höhere Ballabsprung negativ aufgefallen, beim Schuss fühlte es sich zu weich an.
Kurz gesagt: Bei diesem Holz passte für mich rein gar nix! Ich will dies auch nicht auf die Beläge (2 x RITC 1,5mm) zurückführen, denn die funktionieren eigentlich immer. Vielleicht nur nicht auf diesem Holz??? Ich weiss es nicht! Vielmehr scheint dieses Holz einfach überhaupt nicht zu mir zu passen.
Es ist auch nicht so, dass ich gestern einen schlechten Tag gehabt hätte, denn zwischendurch habe ich mit meinem Wettkampfschläger gut gespielt.
Normalerweise müsste ich das KKS4 natürlich intesiver testen um mir ein Urteil bilden zu können, aber manchmal spürt man eben sofort, ob´s für einen was ist oder eben nicht.
Gruss,
Jan




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